JVA Heilbronn
Außenaufnahme der Justizvollzugsanstalt Heilbronn. | Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Kriminelle Machenschaften

Drogenschmuggel und Hakenkreuze – Ermittlungen am Gefängnis Heilbronn ausgeweitet

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Der Fall von kriminellen Machenschaften im Gefängnis Heilbronn zieht weitere Kreise: Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wurden die Ermittlungen gegen sieben Justizbeamte im Zusammenhang mit einem Drogenschmugglerring um Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erweitert.

Zwei Beamte sollen per WhatsApp Bilder an weitere Personen versandt haben, auf denen unter anderem Hakenkreuze und Porträts von Adolf Hitler abgebildet waren.

«Einer verschickte zudem Nachrichten mit antisemitischen und fremdenfeindlichen Inhalten», so die Staatsanwaltschaft. Empfänger und auch selbst Absender von Bildern seien unter anderem vier weitere Justizbedienstete gewesen. Bei Durchsuchungen sei bei ihnen Beweismaterial sichergestellt worden, das noch ausgewertet werde. Insgesamt seien gegen sechs Bedienstete Verfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet worden. Gegen einen von ihnen wird zudem wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.

Eine im März 2018 erstattete Anzeige führte zur Aufnahme der Ermittlungen rund um das Gefängnis. Sieben Beschäftigte der Justizvollzugsanstalt werden verdächtigt, Drogen und Medikamente in die Haftanstalt gebracht zu haben.

(dpa/lsw)