Eichhörnchen mit Beute
Mit einem Zapfen im Maul sitzt ein Eichhörnchen auf einem Baum. | Foto: Lino Mirgeler/Archiv

Wenig Nahrung durch Hitze

Eichhörnchen im Südwesten droht der Hungertod

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Eichhörnchen im Südwesten steht ein schwieriger Herbst und Winter bevor.

Wegen des besonders heißen Sommers sei die Nahrungssuche schwierig, sagte Artenschutz-Expertin Felicitas Rechtenwald vom Naturschutzbund Nabu Baden-Württemberg. Haselsträucher, Rotbuchen und Eicheln zum Beispiel seien durch die Hitze in den vergangenen Monaten sehr schnell reif geworden, weshalb die Früchte zu früh und teilweise ohne Kerne abfielen.

Junge Tiere besonders gefährdert

Eichhörnchen sammeln und verstecken diese laut Nabu dennoch. Graben sie ihre Vorräte dann im Winter aus und finden leere Hülsen vor, droht ihnen der Hungertod. Vor allem junge Eichhörnchen, die erst in diesem Sommer geboren wurden, seien gefährdet, sagte Rechtenwald.

So kann jeder helfen

Der Naturschutzbund empfiehlt deshalb, schon jetzt mit dem Zufüttern zu beginnen. Mit Sonnenblumenkernen, Haselnüssen und Obst auf dem Balkon oder im Garten könne man den Tieren beim Überwintern helfen.

In Karlsruhe hatte jüngst Eichhörnchen-Baby Pippilotta für Aufsehen gesorgt, die verzweifelt einen Mann verfolgt hatte und nun bei Pflegeeltern untergekommen ist.

(dpa/ lsw)