Softwarekonzern SAP
SAP-Logos am Hauptsitz des Software-Herstellers. | Foto: Uwe Anspach/Archivbild

Bis 2023

Einigung auf Beschäftigungssicherung bei SAP

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Betriebsrat und Geschäftsführung des Softwarekonzerns SAP haben sich auf Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung geeinigt. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sei am Donnerstag unterschrieben worden, bestätigte ein SAP-Sprecher einen Bericht des «Mannheimer Morgen» (Samstag).

Die Regelung gelte bis Ende 2023 und schließe betriebsbedingte Kündigungen «zwar nicht rechtlich, aber doch de facto aus», zitiert die Zeitung den SAP-Personalchef in Deutschland, Cawa Younosi, sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des SAP-Betriebsrats in Walldorf, Walter Kern, übereinstimmend.

«Dem Betriebsrat und uns ging es darum, für die Mitarbeiter bei Veränderungen einen verlässlichen Rahmen zu schaffen und ein Signal der Sicherheit zu senden», sagte Younosi der Zeitung. Die Vereinbarung solle mehr Transparenz bringen und die Verhandlungen bei künftigen Umstrukturierungen beschleunigen. «Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden», sagte Kern. «Die Regelung gibt den von einer Restrukturierung betroffenen Mitarbeitern eine klare Perspektive und die nötige Sicherheit, dass sie mit den Veränderungen mitgehen können.»

Europas größter Softwarehersteller SAP hatte schon Anfang des Jahres einen weiteren Umbau beim Personal angekündigt. Der Konzern werde zum ersten Mal seit 2015 ein unternehmensweites Restrukturierungsprogramm umsetzen. SAP werde Mitarbeiter umschulen, auf andere Positionen versetzen und in einigen Fällen auch mit Abfindungen in den Vorruhestand schicken, damit die Firma mit den Veränderungen in der Technologiebranche mithalten könne. Trotzdem solle die Mitarbeiterzahl weiter wachsen. Zuletzt hatte SAP rund 96 500 Beschäftigte, nächstes Jahr könnten es 105 000 sein.

dpa