Organspende-Transportbehälter
Ein Styropor-Behälter zum Transport von zur Transplantation vorgesehenen Organen wird an einem OP-Saal vorbeigetragen. | Foto: Soeren Stache/Archiv

Karlsruhe

Entscheidung über Aufklärungspflichten bei Lebendorganspende

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Die Warteliste für Spenderorgane ist lang – manchem Patienten kann eine Lebendspende helfen. Was aber, wenn es dem Spender anschließend dauerhaft schlecht geht? Zwei Nierenspender aus Dortmund und Niedersachsen fordern Schmerzensgeld und Schadenersatz. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verkündet heute sein Urteil.

Die Spender werfen der Universitätsklinik Essen Fehler bei der Risikoaufklärung vor. So habe bei den Aufklärungsgesprächen der vorgeschriebene neutrale Arzt gefehlt. Einer der Spender brachte vor, er hätte sich bei einer vollständigen Aufklärung gegen die Spende entschieden. Die Vorinstanzen stellten Fehler fest, wiesen die Klagen der Betroffenen aber ab. (Az. VI ZR 318/17 u.a.)