Einige CDU-Ortsvereine diskutieren neue Busverbindungen für die Hardt.

Überlegungen in der CDU

Ergänzende Linien – mit dem Bus quer durch die Hardt?

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Der Nahverkehr in der Region ist auf das Oberzentrum Karlsruhe ausgerichtet. Querverbindungen in den ländlichen Gebieten gibt es auf der Schiene nicht, und auch bei den Busverbindungen gibt es immer wieder einmal Ansätze, solche Querverbindungen zu etablieren.

Bei einer Versammlung der CDU-Verbände Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen, Graben-Neudorf, Linkenheim-Hochstetten, Pfinztal, Stutensee, Walzbachtal und Weingarten ging es jetzt genau darum. Eine West-Ost-Verbindung in der Hardt nördlich von Karlsruhe könne den Nahverkehr auch für Berufspendler attraktiver gestalten. Konkret genannt wurde in einer Pressemitteilung die Beziehung Linkenheim-Hochstetten nach Weingarten.

Einjährige Testphase möglich

Für neue Busverbindungen im Landkreis Karlsruhe gibt es seit einigen Jahren klare Regelungen. Wird ein neues Angebot ins Gespräch gebracht, kommen Landkreis, die jeweiligen Gemeinden und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zusammen. Vor einem Versuch wird insbesondere über die Erfordernisse des neuen Angebots gesprochen: Geht es beispielsweise um Berufsverkehr oder eher Schülervekehr, sieht man Bedarf in Richtung Einkaufen? Wenn es zu einer Einigung kommt, so informiert Holger Benz vom Landratsamt Karlsruhe, kann ein einjähriger Versuch gestartet werden. Kostenträger: die nutznießenden Gemeinden.

Fahrgastzahlen nicht das einzige Kriterium

Wenn der Versuch läuft, werden nicht ausschließlich die Fahrgastzahlen erhoben. In Interviews mit Fahrgästen geht es auch um Themen wie Anschlussverbindungen oder Zeitersparnis. Nach einem Jahr wird Bilanz gezogen und entschieden, ob der Versuch als Linie dauerhaft etabliert oder aufgegeben werden soll.Beides ist schon passiert, wie Holger Benz sagt. Die versuchsweise eingerichtete Linie Hambrücken – Graben-Neudorf ist demnach wieder eingestellt worden, wogegen sich Forst – Weiher im Test bewährt habe und deshalb fortgeführt wurde.

Neue Verbindung frühestens im Dezember

Wenn die Überlegungen der CDU-Verbände in konkrete Absichten von Gemeinden münden, müssen die Voraussetzungen für die neue Linie untersucht und dann in den Fahrplan eingebunden werden. Das kostet etwas Zeit, macht Benz deutlich. Konkret könnte also erst zum sogenannten „kleinen Fahrplanwechsel“ im Dezember eine neue Verbindung auf die Straße gebracht werden – zum Testen.