Hofgut Sassen
Polizeifahrzeuge vor dem Hofgut Sassen, von dem aus Reinhold Würths Sohn entführt wurde. | Foto: Arne Dedert/Archiv

6000 Personen angeschrieben

Ermittler sammelten Stimmproben nach Würth-Entführung

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Im Prozess um den Entführungsfall Würth hat ein Kriminalbeamter von aufwendigen Ermittlungen berichtet. So seien auf der Suche nach dem Täter mehr als 300 Stimmproben gesammelt und über 6000 Personen persönlich angeschrieben worden, sagte der Beamte am Mittwoch vor dem Landgericht Gießen.

Angeklagt ist ein 48-Jähriger, der den behinderten, erwachsenen Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt und am Telefon drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben soll. Die Analyse der Telefonstimme führte die Ermittler auf die Spur des Angeklagten, der möglicherweise noch Komplizen hatte.

(dpa/lhe)