Frau im Büro
Eine starre Frauenquote lehnt Ministerin Sitzmann ab - junge Frauen sollen stattdessen ehrgeiziger werden. | Foto: Tobias Kleinschmidt

Ministerin rät zu mehr Ehrgeiz

Finanzministerin: Junge Frauen sollten ehrgeizig sein

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Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) setzt eher auf Freiwilligkeit als auf eine verbindliche Frauenquote bei der Besetzung von Führungspositionen. «Freiwilligkeit ist immer besser als Vorschriften», sagte sie der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag). Zwar hätten die Grünen seit ihrer Gründung eine Quote – und sie seien nicht schlecht damit gefahren.

«Noch besser wäre es aber, ohne Quote auszukommen.» Entscheidend sei das Wissen, dass gemischte Teams erfolgreicher seien. «Auch Unternehmen sollten im eigenen Interesse von sich aus handeln.» Heute am Freitag (8.3.) ist internationaler Frauentag.

Ehrgeiz und beruflicher Weitblick wichtig

Jungen Frauen riet Sitzmann, ehrgeizig zu sein und selbstbewusst aufzutreten. Zudem sollten sie sich bei der Berufswahl auch überlegen, welche Aufstiegsperspektiven sie hätten. «Es ist wichtig, dass Frauen sich auch für technische, naturwissenschaftliche Berufe interessieren», sagte Sitzmann, die 56 Jahre alt ist. «Fachleute im Ingenieurwesen und der Informatik sind sehr gefragt, und hier sind die Aufstiegschancen für Frauen gut.» Befragt zu ihren eigenen Erfahrungen sagte die Grünen-Politikerin: «Meine Beobachtung ist, dass ich als Frau etwas länger um Respekt und Anerkennung kämpfen und mich mehr beweisen musste als männliche Kollegen.» dpa/lsw