Weil er bei einem schweren Straßenbahnunfall einen verunglückten Radfahrer fotografiert und Helfer bei der Erstversorgung behindert hat, muss ein 31 Jahre alter Gaffer 2.000 Euro Geldstrafe zahlen.
Weil er bei einem schweren Straßenbahnunfall einen verunglückten Radfahrer fotografiert und Helfer bei der Erstversorgung behindert hat, muss ein 31 Jahre alter Gaffer 2.000 Euro Geldstrafe zahlen. | Foto: Uli Deck/Archiv

Mannheim

Gaffer filmt bei tödlichem Unfall: 2.000 Euro Geldstrafe

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Weil er bei einem schweren Straßenbahnunfall einen verunglückten Radfahrer fotografiert und Helfer bei der Erstversorgung behindert hat, muss ein 31 Jahre alter Gaffer 2.000 Euro Geldstrafe zahlen. Er hatte am 7. März nicht nur Aufnahmen von dem schwerst verletzten Unfallopfer gemacht, sondern auch die Aufforderung der Polizei ignoriert, es zu unterlassen. Der 54-jährige Radfahrer war kurz darauf in einer Klinik gestorben.

Gegen den Strafbefehl hatte der 31-Jährige Einspruch erhoben. Erst als es zur Hauptverhandlung kam, akzeptierte der Mann die Geldstrafe, teilte ein Sprecher des Amtsgerichts am Freitag mit.

Laut Anklage hat der Gaffer nicht nur die Polizisten behindert, sondern das Opfer durch die Aufnahmen auch in seinem höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt.

dpa/lsw