Heidelberger Druckmaschinen
Ein Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen AG hält ein Druckerzeugnis hoch. | Foto:  Uwe Anspach/Archiv

Heidelberg

Heidelberger Druck enttäuscht wegen Lieferengpässen

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Der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen musste im dritten Geschäftsquartal auch wegen Lieferengpässen bei Zulieferern einen Umsatzrückgang hinnehmen. Auslieferungen verschieben sich nun in das letzte Quartal des Geschäftsjahres. Der Umsatz sank im dritten Geschäftsquartal um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 579 Millionen Euro, wie das im SDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Heidelberg mitteilte.

Das war weniger als Experten zuvor geschätzt hatten. Der um Umbaukosten bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel mit 39 Millionen Euro um rund 13 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Wegen der in die letzten drei Monate des Geschäftsjahres verschobenen Auslieferungen erwartet der Konzern aber ein «starkes viertes Quartal».

Im Bereich Verpackungsdruck hatte der Konzern mit 11 500 Beschäftigten Ende Januar den Ausbau der Partnerschaft mit der chinesischen Masterwork angekündigt. Die verstärkte Partnerschaft ermögliche große Potenziale im wachsenden Verpackungsmarkt und in China, sagte Konzernchef Rainer Hundsdörfer.

Der Koenig & Bauer-Konkurrent richtet sich auch stärker auf den Wachstum versprechenden Digitaldruck aus. Seine Ziele für das Geschäftsjahr bis 31. März 2019 bestätigte der Konzern. Demnach sollen dank des Wachstums im Digitalgeschäft Umsatz und Gewinn moderat steigen, nachdem 2017/18 beide Werte zurückgegangen waren. Der Umsatz war da auf 2,42 Milliarden Euro gefallen und der Gewinn von 36 auf 14 Millionen Euro zurückgegangen. In vier Jahren will Hundsdörfer den Umsatz auf rund 3 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn soll dann auf mehr als 100 Millionen Euro zulegen. (dpa/lsw)