Teilnehmer einer Demonstration halten Plakate
Teilnehmer einer Demonstration gegen Diesel-Fahrverbote halten auf dem Schlossplatz Plakate in die Höhe. | Foto: Christoph Schmidt

Arbeitsplätze gefährdet?

Hunderte protestieren gegen Diesel-Fahrverbote in Stuttgart

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Mehrere hundert Menschen haben am Samstag erneut gegen das Diesel-Fahrverbot in Stuttgart protestiert.

Bei einer Demonstration von Stuttgarter CDU, FDP und Freien Wählern bezeichneten Redner das deutschlandweit einzige flächendeckende Fahrverbot für Diesel als „unverhältnismäßig und unsozial“. Es gefährde auch Arbeitsplätze. Baden-Württembergs FDP-Generalsekretärin Judith Skudelny sagte, die Verbote seien nutzlos, weil die schlechte Luft nur von größeren Straßen zu kleineren verschoben würde. Diesel-Besitzer würden durch das Verbot „kalt enteignet“. Der CDU-Fraktionschef im Rathaus, Alexander Kotz, sagte an die „lieben Nicht-Grünen-Wähler“ gewandt, es gebe deutlich bessere Alternativen als ein Fahrverbot.

500 Anhänger von Porsche-Mitarbeiter

Zusätzlich zu der politischen Demonstration mit mehr als 100 Teilnehmern versammelten sich etwa 500 Fahrverbotsgegner um den Stuttgarter Ioannis Sakkaros. Der Porsche-Mitarbeiter organisiert seit Januar Proteste gegen das Fahrverbot.

Stuttgart führte als erste Staat Verbote ein

Als erste deutsche Großstadt führte Stuttgart zum 1. Januar Diesel-Fahrverbote für eine gesamte Umweltzone ein. Betroffen sind Diesel der Abgasnorm 4 und schlechter. Für Anwohner gilt bis zum 1. April eine Übergangsfrist. Über ein mögliches Fahrverbot für Euro-5-Diesel ist noch nicht entschieden.

dpa/ lsw