Friedenskonferenz der Ahmadiyya Muslim Jamaat
Mitglieder der Bewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) nehmen in der Messe Karlsruhe am Freitagsgebet teil. | Foto: Uli Deck/Archiv

Islamische Friedenskonferenz endet

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Karlsruhe (dpa/lsw) – Nach drei Tagen mit Gebeten und Debatten haben sich die Organisatoren der großen islamischen Friedenskonferenz in Karlsruhe glücklich gezeigt mit dem Verlauf. «Es war in jeder Hinsicht ein Erfolg», sagte der Sprecher der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), Asif Malik, am Sonntag zum Abschluss des 43. Jahrestreffens. Auf friedliche Weise seien Muslime und Nicht-Muslime auf dem Messegelände zusammengekommen.

Jedes Jahr kommen rund 40 000 Muslime zu der Friedenskonferenz in die Messehallen. In diesem Jahr waren auch etwa 3000 weitere Gäste eingeladen worden, darunter Christen, Juden, Mitarbeiter integrativer Projekte und Politiker. Man wolle voneinander lernen, sagte Malik. Am Samstag sei auch Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) zu einer Veranstaltung mit 20 000 muslimischen Frauen gekommen.

Bei der Versammlung sei es in diesem Jahr auch um den wachsenden Rechtsradikalismus in Deutschland gegangen. Er sei eine Herausforderung für die Gesellschaft, in der immer mehr zugespitzt debattiert werde, sagte Malik. Über den Austragungsort Karlsruhe sagte er, dass er langsam zu klein werde angesichts der Vielzahl an Besuchern. Die Organisatoren hätten deshalb damit begonnen, sich nach einem anderen Ort umzusehen.

Die Ahmadyya bezeichnet sich als größte islamische Gemeinde der Welt. Sie sieht sich als liberale, aber wertkonservative Reformgemeinde und ist in Hamburg und Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Damit hat sie einen vergleichbaren Status wie die christlichen Kirchen.