Susanne Eisenmann
Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). | Foto: Simon Sachseder

Erster „Elternabend“ in Ulm

Kultusministerin stellt sich Dialog über Erziehungsarbeit

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Nach umstrittenen Äußerungen über einen nachlassenden Erziehungseifer mancher Eltern bemüht sich Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) um einen Dialog mit Müttern und Vätern von Schulkindern.

Bei einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel «Elternabend», die heute in Ulm eröffnet wird, will Eisenmann nach Angaben ihres Ministeriums mit Eltern über «die vielfältigen Aspekte einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ins Gespräch kommen». Zur Auftaktveranstaltung haben sich mehr als 450 Mütter und Väter angesagt.

Eisenmann hatte kürzlich beklagt, immer mehr Eltern verabschiedeten sich «von ihrem Erziehungsauftrag und vom gemeinsamen Wirken mit Lehrern». Der in Ulm erscheinenden «Südwest Presse» sagte die CDU-Politikerin: «Wir müssen uns mit der Frage befassen, ob Schule nicht längst zum Reparaturbetrieb der Gesellschaft geworden ist.»

Im Mittelpunkt des Ulmer «Elternabends» steht eine Podiumsdiskussion mit Publikumsfragen. Zwei weitere Veranstaltungen dieser Art sollen im Juli in Karlsruhe und im Oktober in Stuttgart stattfinden. Anfang 2020 ist ein Fachkongress geplant, bei dem Ergebnisse des Dialogs zusammengefasst werden sollen.

dpa/lsw