Der legendäre "Bluescreen", hier in einem Computerraum mit Windows-7-Geräten, ist auf Microsoft-Betriebssystemen inzwischen eine Seltenheit.
Der legendäre "Bluescreen", hier in einem Computerraum mit Windows-7-Geräten, ist auf Microsoft-Betriebssystemen inzwischen eine Seltenheit. | Foto: Grj23/Wikimedia

Ein Drittel der PCs veraltet

Landesregierung arbeitet noch mit Windows 7 – Updates kosten 800.000 Euro

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Die Landesregierung veranschlagt Kosten in Höhe von rund 800.000 Euro für Sicherheits-Updates von Computern, die immer noch mit Windows 7 arbeiten. Rund 25.000 sind noch nicht auf das neue Betriebssystem Windows 10 umgestellt – fast ein Drittel der insgesamt 86.000 Computer-Arbeitsplätze.

Das teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Dienstag auf Anfrage mit. Die Umstellung soll im Laufe des Jahres geschehen.

Auch Hardware wird ausgetauscht

Sie begründete die Vorgehensweise damit, dass mit dem Upgrade auf Windows 10 in der Regel auch die Hardware eines Computers ausgetauscht werde. Die Planung sei daher an die Lebensdauer der Geräte angepasst worden. Alle Arbeitsplätze sofort auf Windows 10 umzustellen, wäre nach den Worten der Sprecherin nicht wirtschaftlich gewesen.

Insgesamt gibt es in der Landesregierung, einschließlich Steuerverwaltung, rund 86 000 Computer-Arbeitsplätze. Gemäß den Angaben des Ministeriums wären pro Arbeitsplatz im Schnitt 32 Euro fällig.

Seit Januar schon kein Support mehr

Seit Mitte Januar gibt es für das Betriebssystem Windows 7 keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. Unternehmen und Organisationen können sich bei Microsoft eine Gnadenfrist erkaufen und weiterhin kostenpflichtige Updates erwerben. Privatanwender hingegen haben dagegen keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates.

Windows 7 wurde am 22. Juli 2009 von Microsoft veröffentlicht.

dpa/BNN