Ein Marienkäfer läuft an einer Gerste entlang
Ein Marienkäfer läuft an einer Gerste entlang. | Foto: Thomas Warnack

Unterwegs zum Winterquartier

Marienkäfer sind im Herbst in Schwärmen unterwegs

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Im Herbst tun sich Marienkäfer gerne zusammen, um gemeinsam ein geeignetes Plätzchen zum Überwintern zu finden. Öfter tauchen sie in Schwärmen an Hauswänden oder Terrassen auf. «Wenn die Nächte kälter werden, suchen sie sich an warmen Tagen Stellen zum Aufwärmen», sagte Claus Wurst, Nabu-Fachbeauftragter für Käfer, am Mittwoch. Ihr Winterquartier schlagen Marienkäfer in Wohnungen aber nicht auf. Laut Wurst würde die dauernde Wärme ihren Organismus überfordern. Zum Überwintern machen sie es sich lieber in Hohlräumen wie Dachsparren gemütlich. Die Käfer, die als «Glücksbringer» und «Lieblingstier der Muttergottes» – nach der sie benannt sind – gelten, sollen dem Volksmund zufolge Glück bringen, wenn sie sich auf Hand oder Kleidung setzen.

Jedoch seien viele der Käfer nicht einmal hier heimisch, sagte Wurst. «Ursprünglich kommen sie aus Holland und wurden zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.» Gut zu erkennen seien sie an ihrer Größe und an der hellen Zeichnung auf ihrem Halsschild, die wie ein weißes «W» aussehe. Glück bringen Marienkäfer im Frühjahr dann wieder im Garten, denn dort bekämpfen sie Blattläuse.

(dpa/lsw)