Wohnhäuser
Häuser in Baden-Württemberg. | Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

Karlsruhe auf Platz 48

Mieten steigen in Baden-Württemberg besonders stark

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Die Bestandsmieten sind in einigen baden-württembergischen Städten in den vergangenen fünf Jahren besonders stark gestiegen. Das geht aus einer Auswertung von Mietspiegeldaten im Auftrag der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Dafür hat der Stadtforscher und ehemalige Berliner Staatssekretär Andrej Holm die Mieten in über 300 Städten in Deutschland untersucht. Unter den 20 Städten mit den höchste Bestandsmieten finden sich neun Städte aus Baden-Württemberg. Karlsruhe liegt mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 9,40 Euro und einer Preissteigerung von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutschlandweit auf Platz 48.

Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen besonders teuer

Besonders hoch war die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter der Untersuchung zufolge 2018 in Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen (jeweils 9,96 Euro). Unter den zehn teuersten Städten finden sich außerdem Tübingen (9,48 Euro), Ditzingen, Ludwigsburg (jeweils 8,86 Euro) und Fellbach (8,65 Euro). Esslingen, Leonberg (beide 8,58 Euro) und Konstanz (8,51 Euro) sind unter den 20 Städten mit den höchsten Bestandsmieten. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 6,92 Euro je Quadratmeter.

Platz 1: München (16,80 Euro pro Quadratmeter)

Platz 2: Unterschleißheim (12,70 Euro pro Quadratmeter)

Platz 3: Stuttgart (12,10 Euro pro Quadratmeter)

(…)

Platz 48: Karlsruhe (9,40 Euro pro Quadratmeter)

Dabei gehörten einige baden-württembergische Städte mit besonders hohen Mieten auch zu den Orten, wo die Mieten in den vergangenen fünf Jahren besonders stark gestiegen sind. In Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen waren das der Untersuchung zufolge mit 1,77 Euro je Quadratmeter fast 22 Prozent. Außerdem zogen die Preise in Tübingen (1,53 Euro) und Ludwigsburg (1,34 Euro) besonders stark an. «Die Einführung der Mietpreisbremse hatte keinen messbaren Effekt auf die Mietpreisentwicklung in den untersuchten Städten», so das Fazit der Untersuchung.

München bleibt die teuerste Stadt

Die teuerste deutsche Stadt ist nach wie vor München mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 10,45 Euro, besonders günstig wurden Wohnungen im nordrhein-westfälischen Warstein mit 4,64 Euro pro Quadratmeter vermietet. Tendenziell sind Städte in Baden-Württemberg und Bayern besonders teuer, NRW und Städte unter anderem in Ostdeutschland sind günstiger. Dabei haben sich der Untersuchung zufolge die regionalen Unterschiede der Mietpreise in den vergangenen fünf Jahren weiter verschärft.