Die achtjährige Finderin Josephine zeigt den Brief, der per Flaschenpost (Symbolbild) verschickt wurde.
Die achtjährige Finderin Josephine zeigt den Brief, der per Flaschenpost (Symbolbild) verschickt wurde. | Foto: Collage: imago images / Photocase und Privat

Soziale Medien bringen Erfolg

Mila ist gefunden: Happy End einer Karlsruher Flaschenpost

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Mila ist gefunden. Mila ist das siebenjährige Mädchen, das am 6. September im Karlsruher Rheinhafen eine Flaschenpost auf die Reise geschickt hat, die am 1. Dezember im rheinland-pfälzischen Kamp-Bornhofen gefunden wurde. Von den Findern wurde Mila schon kurz danach in den sozialen Medien gesucht.

Die Finder – eine Familie mit drei Kindern plus die Tante – waren überzeugt, dass sie Mila in den sozialen Netzwerken finden würden und so war es auch. Auf Twitter und Facebook wurden Suchaufrufe gestartet und schon vier Stunden später war ein erster Kontakt zu Milas Familie hergestellt.

Facebook-Gruppe Karlsruhe bringt Erfolg

Den entscheidenden Hinweis auf die siebenjährige Mila und somit den Erfolg brachte die Facebook-Gruppe „Karlsruhe“, die über 20.000 Gruppenmitglieder hat. Die Suche am Heimatort der Flaschenpost war Alexandra Webers Idee, die dort mit ihrem Facebook-Alias „Baudsi Weber“ postete.

Wir hätten nicht gedacht, dass wir Mila so schnell finden. Waren uns aber sicher, dass das über die sozialen Netzwerke klappt.

Alexandra Weber

Für die Mutter der Finderin ist die Geschichte jetzt eine runde Sache. Man habe zuerst Kontakt zu jemandem gehabt, der die Mutter kannte und dann habe sich die Mutter von Mila gemeldet. Sie hat berichtet, dass Mila sich über den Fund ihrer Flaschenpost gefreut habe.

Den Facebook-Beitrag in der Gruppe hat Alexandra Weber gelöscht. Ihr Telefon stand nicht mehr still, weil viele Mitsuchende sich auf der angegebenen Telefonnummer gemeldet haben.

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Flaschenpost ohne Absender

Doch wie wurde die Flasche mit der Post überhaupt gefunden? „Wir waren mit der Familie am Rhein Steine werfen“, erzählt Alexandra Weber. Die Patentante Tanja Gabriele Baudson hat mit der achtjährigen Josephine die Flasche entdeckt.

Gemeinsam haben sie die Flasche zerschlagen und den Brief gelesen. Weil kein Absender auf der Flasche stand, kam die Idee der Suche über die sozialen Netzwerke. Die Patentante übernahm Twitter und die Mutter von Josphine Facebook. Warum der Aufwand? „So viel Flaschenpostbriefe werden ja nicht mehr losgeschickt“, erklärt Weber.

Der Suchaufruf über Twitter:

Und die frohe Botschaft, dass Mila gefunden wurde:

Wer gefunden werden will, schickt besser Ballons

Alexandra Weber hat früher mit Jugendgruppen auch schon Flaschenpost verschickt, aber gelernt: „Mit Ballons gibt es mehr Rückmeldungen, die bleiben auch mal sichtbar im Baum hängen, da ist die Erfolgsquote einfach höher.“

Auf die Frage, ob sie mit einer Flaschenpost selbst auch schon Erfolg hatte, muss die Mutter der Finderin ein bisschen weiter in die Vergangenheit blicken: „Vor vierzehn Jahren. Die Flasche hatte aber nur eine etwa 14 Kilometer entfernte Reise hinter sich. Wir hatten sie in Kamp-Bornhofen losgeschickt und in Osterspai wurde sie gefunden.“

Diese Strecke hat die Flaschenpost aus Karlsruhe zurückgelegt. | Foto: BNN/Google Maps