Südzucker
Das Logo von Südzucker ist vor Zuckerwürfeln zu sehen. | Foto: Uwe Anspach/Archiv

Sondersitzung in Mannheim

Schließung von Südzucker-Werk: Belegschaft will Gespräche

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Warburg (dpa/lnw) – Nach der Entscheidung des Südzucker-Konzerns, das Werk in Warburg (Kreis Höxter) zu schließen, hofft die Belegschaft auf weitere Gespräche. Das sagte der zuständige Sekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Armin Wiese, am Dienstag. Er gehe davon aus, dass die Arbeitnehmerseite noch einmal einen Versuch unternehmen werde, das Unternehmen von dem Vorhaben abzubringen. Der Konzern hatte am Vortag beschlossen, mehrere Standorte im südbrandenburgischen Brottewitz und in Warburg in Nordrhein-Westfalen sowie zwei Werke in Frankreich und eine Fabrik in Polen zu schließen. «Wir hatten uns natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht», sagte Wiese.

Im Südzucker-Werk Warburg arbeiten Unternehmensangaben zufolge 60 Menschen. Das Unternehmen leidet unter starkem Preisverfall. Am Montag war der Aufsichtsrat zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um über die Zukunft der Werke zu entscheiden. Seit Ende der EU-Zuckermarktordnung 2017 muss der Konzern auf sinkende Zuckerpreise reagieren. Wegen des Preisrückgangs rechnet der Südzucker im Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Umsatzrückgang von 100 Millionen bis 200 Millionen Euro.