Prominenz aus Manchester: Die britische Rockband Elbow wird an diesem Samstag bei einem Festivalkonzert im Europa-Park zu sehen sein. Foto: dpa

Musikfestival im Europa-Park

Reichlich Rock und Rummel in Rust

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Das Geisterschloss ist verwaist, und auch die beliebte Achterbahn „Silver Star“ wirbelt gerade keine kreischenden Teenager durch die Lüfte: Deutschlands größter Freizeitpark – der Europa-Park in Rust – ist bis zur Eröffnung der Wintersaison am 23. November geschlossen. Aber nicht für alle.

Denn an diesem Freitag und Samstag öffnet das Erlebnis-Resort seine Tore für die Besucher des Festivals Rolling Stone Park. Das exotisch anmutende Konzept Rock und Rummel geht nach der erfolgreichen Premiere 2018 in die zweite Auflage. Die Veranstalter rechnen mit 2 200 Musik-Liebhabern, die sich jeweils bis tief in die Nacht in einem komfortablen Ambiente von zahlreichen internationalen Top Acts begeistern lassen wollen.

30 internationale Bands auf vier Bühnen in zwei Tagen

Insgesamt sind rund 30 Bands und Musiker bei dem Festival bei Offenburg vertreten. Mit dabei sind etwa die britischen Meister des hymnischen Stadion-Rock, Elbow aus Manchester, und das aus der Fernsehserie „Babylon Berlin“ bekannte Moka Efti Orchestra. Zu den weiteren Höhepunkten gehören die einst als die „coolste Band der Welt“ gefeierten Ska-Veteranen The Specials, die Britpopper Maximo Park, der Soul-Star Curtis Harding und die für ihre poetischen Indie-Rock-Balladen gefeierte Dubliner Band Villagers um den charismatischen Frontmann Conor J. O’Brien.

Achterbahn fahren und die Stadionrocker bejubeln

Die Konzerte finden auf vier benachbarten Bühnen statt, drumherum gibt es wie im vergangenen Jahr Lesungen, Aftershow-Partys, Ausstellungen und eine Plattenbörse. Der Bonus für die Festival-Besucher wird diesmal ein exklusiver Zugang zu vier (statt zwei) Highlights des Europa-Park sein: Voletarium, EuroSat CanCan Coaster, Euro-Tower und Matterhorn-Blitz sind in Betrieb, während andere Attraktionen Saisonpause machen.

In der deutschen Musikszene bereits sehr bekannt ist das Schwesterfestival Rolling Stone Beach am Weißenhäuser Strand (seit 2009). Das auch dieses Jahr früh ausverkaufte Konzertwochenende Ende November bietet den Fans die weitgehend gleiche Band-Besetzung wie in Rust, aber eine ganz andere Atmosphäre eines in die Jahre gekommenen norddeutschen Feriendorfes. „Das Rolling Stone Beach läuft bestens. Und auch das Konzept des Festivals im Park kommt bei dem Publikum gut an, eine Outdoor-Veranstaltung wäre ja im November hier keine gute Alternative“, sagte den BNN Sina Klimach vom Veranstalter FKP Scorpio. „Aber es ist klar, dass es sich rechnen muss“, fügte sie hinzu. „In drei bis fünf Jahren wird klar sein, ob das Event dauerhaft angeboten werden kann.“

Veranstalter rechnen mit 2 200 Besuchern

Die Chancen stehen zunächst nicht schlecht. 2018 wurde das herbst-liche Musiktreffen im Südwesten mit Vier-Sterne-Komfort als bester Neuling mit dem European Festival Award ausgezeichnet. Und die bisherigen Ticketverkäufe haben angeblich die Erwartungen der Organisatoren voll erfüllt

Programm und weitere Informationen: Rolling Stone im Park