Neues Verbotsschild: Seit Montag heißt es Stopp an der Altrheinbrücke auch für Radfahrer und Fußgänger. Erreichbar bleibt die Insel Rott über den Leinpfad. | Foto: Alexander Werner

Rott über Leinpfad erreichbar

Wohl bis 26. Juli: Brücken zur Insel Rott auch für Fußgänger und Radler dicht

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Seit diesem Montag (6. Mai) sind die beiden westlichen Zufahrtsbrücken zur Hochstettener Insel Rott komplett gesperrt. Damit dürfen sie während der in den kommenden drei Monaten laufenden Sanierungsphase bis zum 26. Juli nun auch nicht mehr von Fußgängern und Radfahrern passiert werden. Neu zur reinen Fahrbahnabsperrung kam vorerst lediglich ein entsprechendes Verbotschild dazu.

Von Alexander Werner

Der eine oder andere Fußgänger beziehungsweise Radler machte sich am Montag dennoch über die Brücken Richtung Rhein auf. Ein Pärchen begab sich um die Mittagszeit auf einen ausgedehnten Spaziergang. Wäre an den Brücken kein Durchkommen mehr gewesen, hätten sie den Weg am Damm entlang gewählt, sagten die beiden. Kurz zuvor hatte ein Mann die Lage in Augenschein genommen. Bauarbeiter habe er nicht gesichtet, berichtete er.

Ein Lokal auf der Insel Rott geschlossen

Tatsächlich tat sich an der Brücke zunächst noch nichts. Richtig losgehen soll es mit den Arbeiten in einigen Tagen. Auf der Halbinsel selbst herrschte beschauliche Ruhe. Das Restaurant „Insel Rott am Rhein“ hat den Betrieb vorübergehend eingestellt. Zum „Fischerheim“ ist der Zugang von Linkenheim her möglich.

Zufahrtsbrücken für jeglichen Besucherverkehr gesperrt

Wie berichtet sollten die beiden Zufahrtsbrücken bereits nach Ostern komplett für jeglichen Besucherverkehr gesperrt werden. Dann wurde der Start der Sanierungsarbeiten nach Absprache zwischen Ortsbauamt und den beteiligten Firmen auf den 6. Mai verlegt. Hintergrund war, dass eine Firma mit ihren Gewerken erst Mitte Mai anfängt und sich so bei früherem Beginn phasenweise wenig getan hätte.

Bis 26. Juli sollen Arbeiten abgeschlossen sein

Abgeschlossen werden die Arbeiten allerdings trotzdem wie konzipiert Ende Juli. Insofern wird die Bauzeit verkürzt und die Gaststätten können dann wie geplant wieder eröffnen. Die Tragkraft der Brücken wird mit drei Tonnen so ausgelegt, dass die Gastronomie auch künftig weiter mit Autos erreichbar bleibt. Überlegungen, die hintere alte Drehbrücke nicht mehr für Kraftfahrverkehr auszulegen, waren verworfen worden.

Am Leinpfad entlang zur Insel

Die Sperrung bedeutet allerdings nicht, dass das Naherholungsgebiet am Rhein unzugänglich ist. Bis zum Dammübergang bei Linkenheim kann man per Pkw und weiter zu Fuß oder mit dem Rad am Leinpfad entlang zur Insel kommen. Befahrbar ist er nur für Zulieferer und Rettungsdienste. Der Pfad wird zwar bei einer Sperrung von zwei bis drei Wochen ausgebaut, aber erst, wenn die Brücken wieder offen sind.

Sanierung: Lösung für die Zukunft

Dass die Untersuchungen ergeben hatten, dass die Brücken sanierbar sind, sorgte bei der Gemeinde für große Erleichterung. Denn Neubauten waren auf rund vier Millionen Euro kalkuliert worden. Nun liegen die Kosten bei rund 550 000 Euro. Der Bürgermeister von Linkenheim-Hochstetten, Michael Möslang, hatte unlängst betont, dass die Sanierungslösung keineswegs kurzfristig angelegt sei. Auch der kommenden Generation würde damit noch eine gute Zufahrt ermöglicht.