Reinigungsmaschine
Eine Reinigungsmaschine des Herstellers Kärcher wird montiert. | Foto: Marijan Murat/Archiv

Winnenden

Schwacher Markt bremst Wachstum bei Kärcher

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Eine eher schwache Entwicklung des Marktes hat auch das Wachstum des Reinigungsgeräteherstellers Kärcher gebremst. Mit einem Umsatz von 2,525 Milliarden Euro legte das Unternehmen aus Winnenden 2018 zwar erneut einen Rekord hin, wie es am Freitag mitteilte.

Das Plus von einem Prozent im Vergleich zu 2017 lag aber deutlich unter den Werten der Vorjahre. Auch Währungs- und andere Sondereffekte wirkten sich 2018 stärker aus. Ohne ihren Einfluss wäre Kärcher um 5,5 Prozent gewachsen. Zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.

«Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im vergangenen Jahr vergleichsweise schwierig», sagte Vorstandschef Hartmut Jenner einer Mitteilung zufolge. «Die Reinigungsgerätebranche ist nur sehr verhalten gewachsen.» In Europa sei der Geschäftsverlauf insgesamt gut gewesen, hieß es. Insbesondere mit Osteuropa und auch mit Asien sei man sehr zufrieden, Südamerika und der arabische Raum hätten dagegen schwächer abgeschnitten.

Trotz des schwierigen Umfeldes habe Kärcher die Investitionen im Vergleich zu 2017 um ein Drittel erhöht. Zudem seien mehr als 700 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Weltweit arbeiten nun mehr als 13 000 Menschen für Kärcher.

Für das laufende Jahr kündigte Jenner den Start einer digitalen Plattform an, die Gebäudereinigern dabei helfen soll, ihre Arbeit effizienter zu steuern. Viel Geld steckt Kärcher außerdem in die Weiterentwicklung seiner Akku-Technik.

dpa