Die Koblenzer Seilbahn überquert den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein und überwindet dabei eine Höhendifferenz von 112 Metern.
Die Koblenzer Seilbahn überquert den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein und überwindet dabei eine Höhendifferenz von 112 Metern. | Foto: Thomas Frey

Über den Rhein

Seilbahnen: Auch Ludwigshafen und Mannheim denken über Nahverkehr in der Luft nach

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Klimawandel, Luftverschmutzung, Autostaus: Angesichts dieser Herausforderungen erwägen manche deutsche Städte den Bau von Seilbahnen. Beispielsweise Frankfurt, Köln und München. Koblenz hat schon eine Seilbahn – von der hohen Festung Ehrenbreitstein ans gegenüberliegende Rheinufer im Zentrum. Wie sieht es in anderen Städten aus?

Seilbahnen haben durchaus einige Vorteile: Sie sind umweltfreundlich, leise, staufrei, haben wenig Flächenfraß, sind ampelfrei, oft schwellenfrei und kommen beim Bau fast ohne Straßensperrungen aus. Autobahnen und Flüsse können luftig überwunden werden – und die Kosten sind niedriger als bei neuen Straßen oder Gleise sein. Zu den Nachteilen gehören die Integration in den übrigen Nahverkehr und die Schaffung von Parkplätzen.

Seilbahn über den Rhein?

In Ludwigshafen wird über eine Seilbahn zur badischen Nachbarstadt Mannheim über den Rhein hin diskutiert. Hintergrund ist der geplante Abriss der Hochstraße Nord in Ludwigshafen, ein Nadelöhr für den Güterverkehr in der gesamten Region. Ein konkretes Projekt existiert nicht, allerdings soll ein Gutachter eine mögliche Umsetzung prüfen. Auch für den örtlichen Chemieriesen BASF ist das wichtig.

Zweite Bahn zur Bundesgartenschau in Mannheim

Die Frage ist: Wer wäre Betreiber – und was kostet das? Die FDP in Ludwigshafen schlägt eine Seilbahn mit barrierefreien Großkabinen vor, die im 40-Sekunden-Takt über den Rhein gondeln. Auch im benachbarten Mannheim in Baden-Württemberg soll es bei der Bundesgartenschau 2023 eine Personenseilbahn im Stadtgebiet geben.

dpa/lrs