Der parteilosen Sozialexperte Martin Horn aus Sindelfingen wird Freiburgs neuer OB. | Foto: dpa

Freiburgs Wahlsieger

Horn bei Wahlparty angegriffen

Der neue Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) ist kurz nach seinem Wahlsieg angegriffen und verletzt worden. Der 33-Jährige wurde bei seiner Wahlparty am Sonntagabend attackiert, wie ein Sprecher der Polizei in Freiburg bestätigte. Ein Tatverdächtiger sei vorläufig festgenommen worden. Hintergründe der Tat seien noch nicht bekannt. Horn habe vom Rettungsdienst behandelt werden müssen, es handele sich um leichte Verletzungen.

Kurz zuvor hatte  der von der SPD unterstützte Horn bei der zweiten und entscheidenden Oberbürgermeisterwahl in Freiburg die Sensation perfekt gemacht und einen haushohen Sieg errungen. Er erreichte nach Angaben des Rathauses 44,2 Prozent der Stimmen.  Damit muss der bisherige Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) nach zwei Amtszeiten das Rathaus an der Dreisam verlassen. Er kam nur auf 30,7 Prozent der Stimmen. Eine echte Überraschung, auch wenn Salomon bereits bei der ersten Wahl vor zwei Wochen nur auf dem zweiten Platz hinter Horn gelandet war. Immerhin galt der Grünen-Politiker lange Zeit als potenzieller Nachfolger des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). Das dürfte jetzt vom Tisch sein. Horn ist nach eigenen Angaben der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt. Der 33-Jährige tritt das Amt am 1. Juli an.  Insgesamt waren am Sonntag vier Kandidaten angetreten. Die linke Stadträtin Monika Stein (48) holte den Angaben zufolge 24,1 Prozent, der parteilose Unternehmer Anton Behringer (50) 0,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Rathauses bei 51,7 Prozent.

Der bisherige Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) wurde nach zwei Amtszeiten abgewählt. | Foto: dpa

Bei der zweiten Wahl in Freiburg hatte sich schnell eine höhere Wahlbeteiligung als vor zwei Wochen abgezeichnet. Am Nachmittag (16.30 Uhr) hatten nach Angaben des Wahlamts rund 46 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben. Zur gleichen Zeit vor zwei Wochen waren es 44,8 Prozent gewesen. Auffällig sei, dass man vor allem in den Hochburgen von Grünen und CDU diesmal wahlfreudiger sei, hieß es. Im ersten Wahlgang hatte Horn 34,7 Prozent der Stimmen erreicht. Salomon schaffte 31,3 Prozemt, Linken-Stadträtin Monika Stein 26,2. mit dpa