Schüler werden eingeschult
Eltern können ihre Kinder von der Schule befreien lassen, müssen aber die Schule informieren. | Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild

Schule muss informiert werden

Sturm „Sabine“: Kinder können vom Unterricht befreit werden

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Angesichts möglicher Gefahren auf dem Schulweg infolge des Orkantiefs „Sabine“ können Eltern am Montag ihre Kinder vom Unterricht befreien lassen. Sie könnten selbst „entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist“, teilte das Kultusministerium in Stuttgart am Samstag mit. Die Schule solle aber informiert werden.

Erste Ausläufer des vom Atlantik kommenden Orkantiefs werden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraussichtlich am Sonntagvormittag zunächst im Norden zu spüren sein. Im Laufe des Tages breitet sich „Sabine“ demnach mit Sturmböen und Orkanböen weiter aus. Begleitet wird der Orkan vielerorts von heftigen Schauern und Gewittern. Für den Südwesten erwartet der DWD von Sonntagabend bis Montagnachmittag schwere Sturmböen, im Verlauf des Montagvormittags auch Orkanböen zwischen 110 und 120 Stundenkilometern.

Nicht so stark wie Lothar

„Sabine“ ist laut DWD ein Winterorkan wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie „Kyrill“ (2007) oder „Lothar“ (1999) werde „Sabine“ nicht.

Mehr zum Thema: Am 26. Dezember 1999 fegte der Orkan Lothar durch Deutschland. Im Schwarzwald hinterließ er eine Schneise der Verwüstung. Welche Folgen hatte das für die Region – und wie erinnern sich Menschen an das Ereignis? Jetzt im BNN-Dossier „Lothar“ lesen.

Bahnreisende können Tickets kostenlos stornieren

Auch die Deutsche Bahn bereitet sich auf mögliche Probleme vor. Wer nicht reisen möchte, kann die Fahrkarte kostenfrei stornieren. „Wir haben alle Bereitschaften mobilisiert und in jeder Region doppelt verstärkt“, sagte ein Bahnsprecher am Samstag. Das Bahnpersonal sei auf zerstörte Oberleitungen oder umgekippte Bäume vorbereitet. Mobile Einsatztrupps mit Kettensägen sollten eingesetzt werden, um versperrte Gleise frei zu bekommen. Der Frankfurter Flughafen hofft dagegen auf möglichst wenig Probleme im Luftverkehr. Der Sturm könnte auch den Flugbetrieb an den Hauptstadt-Flughäfen Tegel und Schönefeld einschränken.

dpa / lsw