Diagnostiklabor
Bislang liegen nach Angaben der Ärztlichen Leiterin des Tests, Silke Fischer, 17 Proben vor, insgesamt sollen es zunächst bis zu 50 werden. | Foto: Matthias Balk/dpa

Antikörperstudie startet

Landesgesundheitsamt beginnt mit Corona-Antikörpertests

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Stuttgart (dpa/lsw) – Mit Tests an Corona-Patienten wollen Mediziner und Wissenschaftler in Stuttgart erfahren, wie ein infizierter Körper auf das neuartige Virus reagiert und wie lange eine Immunität anhält. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts (LGA) vom Montag werden seit Anfang Mai gemeinsam mit dem Klinikum Stuttgart und dem Robert-Bosch-Krankenhaus Patienten untersucht, die an Covid-19 erkrankt sind und behandelt werden oder wurden. Die Patienten sollen innerhalb eines Jahres regelmäßig auf Antikörper getestet werden.

Bislang liegen nach Angaben der Ärztlichen Leiterin des Tests, Silke Fischer, 17 Proben vor. Insgesamt sollen es zunächst bis zu 50 werden. «Die Proben sollen uns unter anderem Erkenntnisse liefern über den Zeitpunkt des Auftretens von Antikörpern nach einer SARS-CoV-2-Infektion», sagte Fischer.

Mit Antikörpertests könne aber keine akute Corona-Infektion festgestellt werden. Zwischen dem Beginn der Symptomatik und der Nachweisbarkeit von Antikörpern vergehen etwa sieben Tage, sagte die LGA-Leiterin Karlin Stark. Daher könnten Antikörpertests die Akutdiagnostik nicht ersetzen. Mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen rechnet das LGA innerhalb der kommenden Wochen.

Zeitgleich wird in Stuttgart zudem eine Antikörperstudie mit mindestens 1000 zufällig ausgewählten Menschen durchgeführt. Ziel ist es, anhand der Daten Kenntnis darüber zu gewinnen, wie stark sich das Coronavirus in der Bevölkerung ausgebreitet hat.