Okapi-Bulle in der Wilhelma
Der junge Okapi-Bulle mit seiner Mutter Nyota. | Foto: Marijan Murat/Archiv

In der Wilhelma

Stuttgarts jüngstes Okapi bei Operation gestorben

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Trauer in der Stuttgarter Wilhelma: Das erst knapp drei Wochen alte Okapi im Stuttgarter Zoo ist bei einer Beinoperation überraschend gestorben. Der am 3. Oktober geborene Okapibulle habe am Dienstag während der Narkose einen Kreislaufzusammenbruch erlitten, teilte die Wilhelma mit. Mit der OP sollte eine Fehlstellung der Vorderbeine behoben werden, die möglicherweise durch einen Tritt der Mutter mit ausgelöst wurde.

Operation verlief nach Plan

«Alle Schritte waren auch unter Einbindung der Pfleger gut vorbereitet, die Operation verlief nach Plan», erklärte Wilhelma-Tierarzt Tobias Knauf-Witzens. Der Kreislauf sei dann überraschend kollabiert. Erste Erkenntnisse würden auf eine unterschwellige Blutvergiftung hindeuten, die vor der OP nicht festgestellt worden sei.

Großer Verlust für die Zucht

Der Tod des kleinen Okapis sei nicht nur für die Wilhelma, sondern auch für die europäische Erhaltungszucht ein großer Verlust, weil die im Kongo beheimateten Waldgiraffen stark gefährdet seien, hieß es. Das Stuttgarter Okapiweibchen Nyota sei aber mit sechs Jahren noch sehr jung und könne erneut Mutter werden.

In Regenwäldern entdeckt

Okapis wurden erst 1901 in den Regenwäldern Zentralafrikas entdeckt. Der Bestand der Einzelgänger dort wird laut Wilhelma auf 15 000 Tiere geschätzt. In Europa leben rund 70 Exemplare in 24 Zoos.