Statue der Justitia
Ein wegen vergifteter Babynahrung am Bodensee verurteilter Supermarkt-Erpresser hat gegen des Urteil des Landgerichts Ravensburg Revision eingelegt. | Foto: Stefan Puchner/Archiv

Fünf Babygläser vergiftet

Supermarkt-Erpresser vom Bodensee geht in Revision

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Ein wegen vergifteter Babynahrung am Bodensee verurteilter Supermarkt-Erpresser hat gegen des Urteil des Landgerichts Ravensburg Revision eingelegt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag. Der 54-Jährige war am Montag zu zwölfeinhalb Jahren Haft wegen versuchten Mordes und versuchter räuberischer Erpressung verurteilt worden.

Der Angeklagte hatte die Erpressung zu Beginn der Verhandlung Anfang Oktober gestanden – allerdings den Vorwurf des versuchten Mordes strikt von sich gewiesen. 11,75 Millionen Euro hatte der Erpresser laut Gericht von verschiedenen Handelsunternehmen gefordert. Er hatte dafür vor rund einem Jahr fünf Gläser Babynahrung mit einer gefährlichen Dosis Gift in Geschäften in Friedrichshafen am Bodensee platziert. Verletzt wurde niemand.

Der Anwalt des Verurteilten wollte sich nicht zu dem Fall äußern. Sollte eine Revision für zulässig erklärt werden, muss der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheiden, ob das Urteil Rechtsfehler aufweist. Eine neue Beweisaufnahme gibt es nicht.

(dpa/lsw)