Zeitumstellung
Ein Zeiger einer Uhr zwischen 2 Uhr und 3 Uhr ist zu sehen. | Foto:  Daniel Naupold/Archiv

Sommerzeit beliebter

Umfrage: Baden-Württemberger wollen einheitliche EU-Zeit

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Die Menschen in Baden-Württemberg haben die zweimalige Zeitumstellungen im Jahr satt: Mit 78 Prozent sind laut einer Umfrage so viele Bürger wie noch nie gegen das lästige Umstellen der Uhren im Frühjahr und im Herbst. Fast zwei Drittel der Befragten ist es bei einer möglichen Abschaffung aber auch wichtig, dass sich die Staaten der EU auf eine einheitliche Zeit einigen.

Laut der repräsentativen Umfrage des Instituts Forsa für die Krankenkasse DAK klagt jeder Dritte über gesundheitliche Probleme nach Umstellungen. Eine Mehrheit von 48 Prozent möchte gerne dauerhaft die Sommerzeit, vor allem, weil es abends länger hell ist. 32 Prozent plädieren für die ganzjährige Winterzeit.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt. Geht es nach der EU-Kommission startet die Sommerzeit im kommenden März zum letzten Mal in allen Ländern. Anschließend sollen die einzelnen Länder entscheiden, ob sie im Herbst 2019 zur Winterzeit zurückkehren oder bis auf weiteres in der Sommerzeit bleiben. Die Zeitumstellungen gibt es seit knapp 40 Jahren. In der Ölkrise wurde versucht, die Sonne eine Stunde länger zu nutzen, um Energie zu sparen.

Viele leiden unter Zeitumstellung

Sinnvoll finden die Zeitumstellung laut Umfrage nur noch 18 Prozent der Baden-Württemberger, vor einem Jahr waren es noch 27 Prozent. Die meisten der von gesundheitlichen Problemen Betroffenen (78 Prozent) fühlen sich müde oder schlapp. 65 Prozent hatten schon Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. 33 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 29 Prozent waren gereizt. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren und Frauen leiden laut Umfrage unter den Zeitumstellungen. Siegfried Euerle, Landeschef der DAK, sagte: «Wir befürworten daher die Abschaffung der Zeitumstellung und hoffen, dass sie bis spätestens 2020 Geschichte ist.»

Stuttgart (dpa/lsw)