Atomkraftwerk in Fessenheim
Das Atomkraftwerk in der Nähe der deutschen Grenze. | Foto: Patrick Seeger/Archiv

Baden-Württemberg

Untersteller pocht auf Schließung des AKW Fessenheim

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Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) pocht weiter auf die Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim. „Es ist einfach eine sicherheitstechnische Notwendigkeit“, sagte Untersteller dem „Südkurier“ (Samstag).

„Wir werden weiterhin darauf hinweisen, dass eine zügige Abschaltung des AKW Fessenheim zum Schutz der Bevölkerung in Baden-Württemberg erforderlich ist.“ Gleichzeitig räumte Untersteller aber ein, dass der Einfluss Baden-Württembergs auf die Entscheidungen Frankreichs sehr gering sei.

Schließung des AKW Fessenheim gekippt

Am Donnerstag hatte das oberste französische Verwaltungsgericht das Regierungsdekret zur Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim gekippt. Der Betreiber EDF habe die Schließung damals nicht beantragt, erklärten die Richter.

Französischen Medien zufolge muss die Mitte-Regierung von Premier Édouard Philippe nun ein neues Dekret erlassen. Das Atomkraftwerk unweit der deutschen Grenze ist das älteste aktive in Frankreich und gilt Kritikern seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko. Vor allem die baden-württembergische Landesregierung drängt auf eine Stilllegung des Meilers, der dem französischen Energiekonzern EdF gehört.

dpa/lsw