Ein Stethoskop
Ein Arzt hält in seiner Praxis ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. | Foto: Marijan Murat/Archiv

Pensionierungswelle

Verband warnt vor Ärztemangel bei Gesundheitsämtern

Anzeige

Die im öffentlichen Gesundheitsdienst tätigen Ärzte warnen vor der Zunahme von unbesetzten Stellen bei den Gesundheitsämtern und dem Landesgesundheitsamt. Es stehe eine Pensionierungswelle an, erklärte Brigitte Joggerst, Vorsitzende des Ärzteverbands öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg im Vorfeld der Landesgesundheitskonferenz heute in Fellbach (Rems-Murr-Kreis).

Nur drei der 38 Gesundheitsämter im Südwesten seien städtisch und die Beschäftigten bei den Kommunen angestellt. Die anderen 35 Gesundheitsämter seien mit Medizinern des Sozialministeriums besetzt. Von den 406,5 Stellen im Sozialministerium seien 15 Prozent unbesetzt, sagte Joggerst weiter.

Ein Grund für die mangelnde Attraktivität der Stellen sieht der Verband in der «schlechteren Bezahlung» im Vergleich zur Entlohnung in Krankenhäusern, Rehakliniken oder beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Für ein Facharzt liege der Unterschied bei 1000 Euro brutto, ohne Dienste und Zulagen. Deshalb planen die Betroffenen auch eine Kundgebung.

(dpa/lsw)