Ein Auszubildender misst ein Werkstück aus
Fast 8.600 Betriebe könnten ihr Ausbildungssegment ganz oder teilweise aufgeben. | Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

Ausbildung

Viele Betriebe wollen wegen Corona weniger ausbilden

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Jeder dritte Ausbildungsbetrieb im Südwesten sieht sich wegen der Corona-Krise gezwungen, die Ausbildung ganz oder teilweise auszusetzen. Das ergab eine Umfrage des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) bei rund 3.300 Ausbildungsbetrieben im Land.

Hochgerechnet auf die Gesamtzahl der ausbildenden Betriebe in Baden-Württemberg könnten demnach fast 8.600 Unternehmen ihr Ausbildungssegment ganz oder teilweise aufgeben, teilte der BWIHK am Mittwoch in Stuttgart mit.

„Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie kommen nun mit voller Wucht auch am Ausbildungsmarkt an“, erklärte Marjoke Breuning, Chefin der für Ausbildung zuständigen IHK Region Stuttgart. „Alle diejenigen, die heute nicht ausgebildet werden, fehlen in den Betrieben als qualifizierte Fachkräfte, wenn sich die Wirtschaft wieder erholt.“

BWIHK-Chef Wolfgang Grenke fordert Anreize für die Ausbildung

„Was wir jetzt brauchen, sind die richtigen Instrumente, um Ausbildung auch unter diesen erschwerten Bedingungen für die Betriebe attraktiv zu machen“, so BWIHK-Chef Wolfgang Grenke. Das Land sollte die Hälfte der Ausbildungsvergütung derjenigen Azubis übernehmen, die im Herbst starten.

dpa/lsw