Züchter mit Tannen
Ein Weihnachtsbaumzüchter läuft mit einer Nordmann-Tanne auf der Schulter über seinen Hof. Foto: Felix Kästle

Trend zur Regionalität

Weihnachtsbaumverkauf überall im Südwesten angelaufen

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Beim Weihnachtsbaumkauf gehe der Trend hin zu mehr Regionalität, sagt Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger. Viele Menschen kaufen ihren Weihnachtsbaum demnach am liebsten direkt beim Erzeuger und nehmen ihn frisch abgesägt mit.

An der Straßenecke, beim Baumarkt oder von der Plantage: Wer vor Weihnachten eine Nordmanntanne oder Blaufichte für das Wohnzimmer sucht, hat jetzt die Wahl. Die Preise sind stabil: Für einen Meter Nordmanntanne müssen Kunden zwischen 18 und 23 Euro zahlen, so Rometsch

Alle Bäume sollen weg

„Der zweite und dritte Advent sind die umsatzstärksten Wochenenden“, sagte er. Das komme den Interessen vieler Erzeuger entgegen. Sie wollten nicht, dass geschlagene Bäumchen unverkauft blieben. „Jeder an Heiligabend nicht verkaufte Baum ist ein verlorener Baum, der zehn Jahre lang gepflegt wurde und seinen Preis hat.“

Die Hälfte kommt aus dem Ländle

Baden-Württemberg gehört zu den Importeuren von Weihnachtsbäumen. Nur rund die Hälfte des jährlichen Bedarfs von etwa 2,5 Millionen Stück wächst im Land. Schwerpunkte des Anbaus sind der Ortenaukreis und der Neckar-Odenwald-Kreis. Bundesweit werden jedes Jahr geschätzt 23 Millionen bis 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft.

Trockenheit hat fast ein Drittel bundesweit vernichtet

Die lange Trockenheit hat nach Einschätzung des Experten bundesweit etwa 30 Prozent des jüngsten Weihnachtsbaumjahrgangs vernichtet. Regional sei das aber sehr unterschiedlich und müsse nicht zwangsläufig zu Knappheit und hohen Preisen führen. Die Erzeuger könnten noch reagieren und den Verlust ausgleichen. Nordmanntannen, die bereits angewachsen waren, haben die Dürre demnach wegen ihrer tief in den Boden reichenden Pfahlwurzel ganz gut überstanden.

(dpa/ lsw)