Der Konsum von zwei Flaschen Wein dürfte einen Baden-Württemberger teuer zu stehen kommen. (Symbolbild)
Der Konsum von zwei Flaschen Wein dürfte einen Baden-Württemberger teuer zu stehen kommen. (Symbolbild) | Foto: Wüstneck/dpa-Zentralbild

10.000 Euro Bußgeld drohen

Baden-Württemberger darf nach Weinkonsum nicht nach Thailand fliegen

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Der Konsum von zwei Flaschen Wein könnte einen 67-jährigen Mann aus Baden-Württemberg teuer zu stehen kommen: Eine Fluggesellschaft hatte ihm am 8. März am Frankfurter Flughafen zunächst die Mitnahme nach Bangkok verwehrt, anschließend öffnete er noch versehentlich eine Sicherheitstür, wie die dortige Bundespolizeidirektion jetzt mitteilte.

Der Mann, der nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur aus Bad Friedrichshall im Kreis Heilbronn kommt, war auf dem Weg in die thailändische Hauptstadt, als das Sicherheitspersonal bei der Kontrolle zwei Weinflaschen in seinem Handgepäck feststellte. Diese waren als Geschenk für seine Gastgeber geplant, verstießen aber gegen die Sicherheitsbestimmungen.

67-Jähriger darf nach Weinkonsum nicht mehr fliegen

Der Mann war jedoch nicht bereit, die nach eigenen Angaben teuren Weine zu entsorgen. Er entschloss sich stattdessen, diese selbst zu trinken. Am Flugsteig angekommen, hatte der Wein nach Angaben der Bundespolizei seine Wirkung getan, sodass die Fluggesellschaft aufgrund der erheblichen Alkoholisierung die Beförderung des Mannes aus Sicherheitsgründen ablehnte.

Vermutlich auf der Suche nach einer Toilette öffnete der Baden-Württemberger eine verschlossene Sicherheitstür. Mitarbeiter des Flughafens verhinderten, dass der 67-Jährige auf das Rollfeld gelangte und verständigten die Bundespolizei, da der Mann sich unkooperativ zeigte und das unberechtigte Betreten zudem eine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Bußgeld in Höhe von 10.000 Euro möglich

Die eingetroffene Streife nahm den Mann mit zur Dienststelle und erstellte eine entsprechende Anzeige. Ihm droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Ein durchgeführter Akoholtest ergab 0,96 Promille. Nach drei Stunden war der Mann soweit ausgenüchtert, dass er die Wache gefahrlos verlassen und sich auf den Heimweg begeben konnte, wie es in der Mitteilung weiter hieß.

Er fragte die Beamten nach einem Taxistand. Diese wiesen ihn darauf hin, dass eine Fahrt zu seinem Heimatort rund 150 Euro kosten würde und empfahlen stattdessen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. „Ich habe heute schon so viel Geld in den Sand gesetzt, da spielen die Taxikosten jetzt auch keine Rolle mehr“, soll der Baden-Württemberger laut der Mitteilung entgegnet haben.