Justitia
Eine Statue der Justitia. | Foto: Arne Dedert/Archivbild

In Zürich

Wirtschaftsspionage-Prozess: Urteil gegen deutschen Juristen

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Der in der Schweiz wegen Wirtschaftsspionage angeklagte Stuttgarter Jurist Eckart Seith erfährt heute in Zürich das Urteil. Die Staatsanwaltschaft hat dreieinhalb Jahre Haft gefordert. Seith hatte in Ulm mithilfe vertraulicher Dokumente der Schweizer Bank J. Safran Sarasin eine Millionenentschädigung für seinen Mandanten, den Drogerieunternehmer Erwin Müller, erstritten.

Gleichzeitig brachte er Ermittlungen wegen massiven Steuerbetrugs rund um die dubiosen Cum-Ex-Aktiengeschäfte ins Rollen.

Seith sagt, er habe mit den Dokumenten Straftaten aufgedeckt. Die Ankläger stehen auf dem Standpunkt, es sei trotzdem strafbar, sich solche Dokumente zu besorgen. Mitangeklagt sind zwei deutsche Ex-Mitarbeiter der Bank.

dpa