Jüdische Gemeinde
In der Synagoge liegt eine Thorarolle. | Foto: Jens Büttner/Archivbild

Baden-Württemberg

Zahl jüdischer Gemeindemitglieder im Südwesten gesunken

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Stuttgart (dpa/lsw) – Die Zahl der registrierten jüdischen Gemeindemitglieder in Baden-Württemberg ist 2018 gesunken. So wurden zum Stichtag 31. Dezember im Südwesten insgesamt 7998 Mitglieder in den beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg gezählt. Am ersten Januar 2018 waren es noch 8120 Mitglieder. Das geht aus der am Donnerstag vorgelegten Statistik der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland hervor.

Gezählt wurden in der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden 87 Zu- und 172 Abgänge. Am 31. Dezember 2018 zählte die Gemeinschaft somit 5187 Mitglieder. Im Jahr zuvor zählte die dortige Religionsgemeinschaft noch 5272 Mitglieder.

Die Gemeinde in Württemberg zählte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 2811 Mitglieder. Ein Jahr zuvor gehörten noch 2848 Menschen der dortigen Israelitischen Religionsgemeinschaft an. 55 neue Mitglieder nahm die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg im vergangenen Jahr auf. Die Zahl der Abgänge lag bei 92 Menschen.

Das größte Plus bei den Zugängen gab es, weil Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion nach Baden (35) und Württemberg (27) gezogen sind. Bei den Abgängen wurden vor allem Todesfälle gezählt. 70 Gemeindemitglieder starben in Baden und 53 in Württemberg. Es gab vier Geburten in der Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden. In Württemberg wurden keine neu geborenen Mitglieder registriert. Die Statistik bildet nicht die Gesamtzahl der im Südwesten lebenden Juden ab, weil sich nicht jeder von ihnen bei registriert hat.