Ein Blaulicht der Feuerwehr
Ein Blaulicht der Feuerwehr. | Foto: Stephan Jansen/Archiv

Heidelberg

Zwölf Menschen bei Chemieunfall leicht verletzt

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Beim Chemieunfall in einer Heidelberger Firma vor einer Woche sind zwölf Menschen leicht verletzt worden. Darunter waren acht Polizeibeamte. Sie klagten über Kopfschmerzen, Schleimhautreizung, Übelkeit und Schwindelgefühle, wie die Polizei am Freitag bilanzierte.

Zunächst hatten die Behörden von fünf Betroffenen gesprochen. Die Ursache für die ungewollte Reaktion in einem chemischen Recyclingbetrieb sei noch immer unklar, hieß es.

Die Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Mannheim hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Es wurden Frachtpapiere eines Chemikalien zuliefernden Betriebes zur Auswertung beschlagnahmt. Darüber hinaus wurde eine Probe chemischer Rückstände aus dem 3000-Liter-Behälter entnommen, in dem die Reaktion stattgefunden hat. Sie wird über das Landeskriminalamt analysiert, wie die Polizei weiter mitteilte.

Sperrung der A5 nach Chemieunfall

Wegen des beißend riechenden Rauchs war am Samstag vergangener Woche zeitweise die nahe Autobahn 5 gesperrt worden. Die Bewohner angrenzender Stadtteile und Gemeinden waren aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Insgesamt 150 Feuerwehrleute, zum Teil in Schutzanzügen, waren in dem Industriegebiet im Einsatz.

Die zunächst beschlagnahmte Recyclinganlage innerhalb des Firmenbereichs ist seit Donnerstag wieder freigegeben. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Luftverunreinigung und der fahrlässigen Körperverletzung in mehreren Fällen dauern an.