Wer im Straßenverkehr das Handy in der Hand hat, muss am Donnerstag damit rechnen, von der Polizei angehalten zu werden. | Foto: Hora

Aktion am Donnerstag

Baden-Württemberg: Polizei kontrolliert verstärkt Handynutzung am Steuer

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Ein kurzer Blick auf das Handy, nur schnell eine Nachricht beantworten oder die sozialen Netzwerke checken: Wer dabei hinter dem Steuer oder am Lenker sitzt, setzt sich und andere Verkehrsteilnehmer einer Gefahr aus. Die Möglichkeit dabei erwischt zu werden, ist in der Region am Donnerstag besonders hoch: Denn die Polizeipräsidien Karlsruhe, Offenburg und Mannheim machen mit beim Kontrolltag „sicher.mobil.leben“.

Ähnlich wie beim „Blitzmarathon“ hat die Polizei am Donnerstag erstmals einen ganzen Tag lang explizit Autofahrer und Radfahrer im Visier, die während der Fahrt zum Smartphone oder Tablet greifen. „Wir machen verteilt Kontrollen bis Mitternacht“, erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Dabei  gehe es aber auch um Prävention. „Wenn wir jemanden aus dem Verkehr ziehen, wollen wir auch mit demjenigen über das Problem sprechen“, ergänzt er.

Auch Fußgänger im Blick

Die Aktion betrifft alle Verkehrsteilnehmer, auch die Fußgänger. „Für die wird es vor allem gefährlich, wenn sie auf das Handy schauen und deshalb über eine Kreuzung laufen“, sagt der Polizeisprecher. Ein Bußgeld droht jedoch nur, wenn die Ampel auf Rot steht.

Wer beim Autofahren auf das Handy schaut, muss mit einem Strafgeld von 100 Euro rechnen. Fahrradfahrer kostet das Vergehen 30 Euro.

Nicht nur Autobahnen

Alleine 24 Kontrollstellen gibt es rund um Mannheim, erklärt ein Sprecher der Polizeipräsidiums Mannheim. „Selbstverständlich machen wir bei der Aktion mit“, betont er. Im Fokus stehen nicht nur die Autobahnen, sondern alle Straßen in dem Gebiet. Teilweise ist die Polizei dort ebenfalls bis Mitternacht aktiv.

Länderübergreifende Aktion

Kontrolliert wird nicht nur rund um das BNN-Verbreitungsgebiet. Die Verkehrsaktion findet länderübergreifend statt: Rund 2.300 Beamte sind dafür in Baden-Württemberg an mehr als 660 Stellen im Einsatz, erklärt Innenminister Thomas Strobl laut einer Mitteilung. Er bezeichnet den Blick auf das Handy als „tödlichen Blindflug“. Jeder fünfte Verkehrstote im Land sei darauf zurückzuführen, dass er abgelenkt war. Mit der Verkehrsaktion wolle man dieser Entwicklung entgegen wirken, betont Strobl.