Glückliche Familie: Ehefrau Panja Weisbrich, Wahlsieger Mario Weisbrich, Sohn Tom und die Töchter Hanna und Lea (von links). | Foto: Peche

Bürgermeisterwahl in Wimsheim

Weisbrich bleibt Chef im Rathaus

Von Jürgen Peche

Der alte Bürgermeister ist auch der neue: Mario Weisbrich wurde bereits im ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Auf ihn entfielen 65,5 Prozent der gültigen Stimmen und damit mehr als bei seiner ersten Wahl zum Bürgermeister von Wimsheim im Jahr 2010, wo er rund 57 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Der 44-jährige, unparteiische Weisbrich bleibt also weitere acht Jahre Chef im Wimsheimer Rathaus und leitet die Geschicke der mit 2 850 Einwohnern kleinsten Enzkreisgemeinde.

Gratulanten drängen ins Rathaus

„Ich danke allen Wählern, die mir erneut das Vertrauen ausgesprochen haben“, war das erste Statement des Wahlsiegers im total überfüllten Sitzungssaal des Rathauses, nachdem er schweißüberströmt zunächst bat, ein Fenster zu öffnen. Heiß und eng her ging es auch nach der Verkündung des Wahlergebnisses, denn bestimmt über 100 Wimsheimer drängten ins Rathaus, um ihrem Bürgermeister zu gratulieren. Es war genau 18.37 Uhr, als Wahlleiter und stellvertretender Bürgermeister Hans Lauser im Sitzungssaal das Ergebnis verkündete.

32 Prozent für größte Konkurrentin

Auf Weisbrich entfielen demnach 1 063 der 1 581 gültigen Stimmen. Seine Mitbewerberin, Beate Lämmle-Koziollek, konnte 504 Stimmen auf sich vereinen und kam damit auf knapp 32 Prozent der Stimmen. Pierre Heckmann erhielt 32 Stimmen, was rund zwei Prozent Anteil entspricht. Für Friedhild Miller votierten nur sieben Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,7 Prozent.

Wahlzettel waren schnell ausgezählt

Die schnelle Auszählung hatte ihre Ursache in der Bildung zweier Wahlbezirke mit Wahllokalen im Rathaus und im Kindergarten. So konnte entsprechend schnell ausgezählt werden. Im Sitzungssaal versammelten sich bereits um 18 Uhr, nach der Schließung der Wahllokale, dutzende Neugierige, die Kandidaten mit ihren Familien und die Bürgermeister der Nachbargemeinden, die neugierig auf den Wahlausgang waren.
Mario Weisbrich war am Samstagabend noch auf einem Lions-Benefizkonzert in Schellbronn – bis 2.30 Uhr: „Viel schlafen konnte ich sowieso nicht in dieser Nacht“, sagte der Sieger. Der Wahlnachmittag von Beate Lämmle-Koziollek bestand darin, „noch gemütlich einen Kaffee zu trinken“. Der strahlende Gewinner durfte gleich nach der Bekanntgabe der Ergebnisse den Gratulationsreigen absolvieren, wo schon mal kleine Geschenke wie Weinflaschen abgeliefert wurden.

Bedanke mich für einen fairen Wahlkampf

„Ich bedanke mich ausdrücklich bei meinen Mitbewerbern für einen fairen Wahlkampf“, so Weisbrich, „und natürlich auch bei allen Wahlhelfern“. Durchaus zufrieden wirkte Beate Lämmle-Koziollek: „Für einen politischen Quereinsteiger habe ich ein tolles Ergebnis erreicht.“ Der abgeschlagene Pierre Heckmann war gefasst: „Ich werde nach vorne schauen und es irgendwann und irgendwo wieder probieren.“ Sein Chef vermisse ihn schon.