Eine Weihnachtsgurle hängt in New York an einem Weihnachtsbaum. | Foto: dpa

Alles reine Geschmackssache

Wenn Gurken und Schlangen am Weihnachtsbaum hängen

Der Cartoonist Uli Stein, der am zweiten Weihnachtstag seinen 70. Geburtstag feiert, hat keine Lust auf Plätzchen, Lichterketten und Weihnachtslieder: „Bei mir zu Hause steht kein Weihnachtsbaum und hängt auch kein Stern am Fenster. Mir reichen die Sterne am Himmel“, behauptet der Zeichner. Dass viele seiner Bücher just zu Weihnachten verschenkt werden und ihm viel Geld einbringen, dürfte ihn aber vermutlich weniger stören.

Geschmücktes Wartehäuschen

Mit Weihnachten ist es so eine Sache. Die einen halten nichts davon, die anderen können gar nicht genug davon bekommen: Ein Rentnerehepaar aus dem 24 Einwohner zählenden Dorf Viehle in Niedersachsen hat ein Buswartehäuschen mit Tannengrün und bunten Weihnachtsbaumkugeln geschmückt, um den Dorfbewohnern eine kleine Überraschung zu bereiten. Doch dann wurde das geschmückte Häuschen überraschend zu einem Besuchermagneten. „Manche kommen extra nach Viehle, legen im Wartehäuschen eine Pause ein und essen und trinken etwas“, sagt der 72-jährige Wernfried Meyer. Erst nach dem 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei Könige, wollen die Meyers den Weihnachtsschmuck wieder einsammeln.

Die schrillen Amerikaner

In den USA, wo ja bekanntlich alles etwas schriller und bunter ist als bei uns, wäre ein solches Buswartehäuschen vermutlich keine Sensation. In Amerika hängen sich die Menschen ja sogar saure Gurken an den Weihnachtsbaum. Saure Gurken? Ja, tatsächlich, allerdings keine echten, sondern solche aus Glas oder Kunststoff. „Christmas Pickle“ oder „Good Luck Pickle“ (Glücksgurke) nennen das die Amerikaner. Der Gurkenschmuck wird meist etwas versteckt aufgehängt. Wenn Kinder ihn entdecken, bekommen sie ein zusätzliches Geschenk. Der Witz an der Sache: Etliche Amerikaner glauben, dieser Brauch stamme aus Deutschland. Aber haben Sie schon einmal eine Weihnachtsgurke gesehen?

Eine Schlange im Weihnachtsbaum

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick in die australische Stadt Melbourne. Dort war eine Frau gerade mit dem Schmücken ihres Weihnachtsbaumes beschäftigt, als sich zwischen den Zweigen plötzlich etwas bewegte. Es war eine leibhaftige Schlange. Die Frau alarmierte einen professionellen Schlangenfänger, der die Tigerotter mitnahm. Rein optisch hätte sich das Tierchen zwar durchaus als „Lametta-Ersatz“ geeignet – da es hochgiftig ist, hat die Frau auf diese Art von Weihnachtsschmuck dann aber doch lieber verzichtet.

Wernfried und Adelheid Meyer sitzen in Viehle (Niedersachsen) gemeinsam mit ihrem Sohn Dirk in dem weihnachtlich geschmückten Buswartehaus.
Wernfried und Adelheid Meyer sitzen in Viehle (Niedersachsen) gemeinsam mit ihrem Sohn Dirk in dem weihnachtlich geschmückten Buswartehaus. | Foto: dpa

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