Barrierefrei ist anders: Das Foyer der Kunsthalle, das zudem aus Platzmangel mit Einbauten versehen worden ist. | Foto: Miguletz

Pläne für Kunsthalle Karlsruhe

Sanierung endlich auf der Agenda

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Die überfällige Sanierung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe scheint in Gang zu kommen. Noch im Mai soll ein Wettbewerb beginnen, bei dem es sowohl um die Realisierung der Sanierung als auch um eine Ideensammlung für die ebenso notwendige Erweiterung geht. Wie das Finanzministerium Baden-Württemberg auf BNN-Anfrage mitteilte, handelt es sich dabei um einen „nichtoffenen einphasigen Planungswettbewerb“ mit maximal 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, der bis zum Frühjahr 2018 abgeschlossen sein soll.

Kostenrahmen noch offen

Damit eröffnet sich nach Jahren der mitunter zähen Diskussion nun endlich ein Zeitrahmen für die Sanierung. Die BNN-Anfrage nach dessen weiteren Verlauf wurde vom Finanzministerium bis Redaktionsschluss dieses Artikels allerdings ebenso wenig beantwortet wie die Frage nach einem anvisierten Kostenrahmen für die Sanierung.

Mängel an vielen Stellen

Die 1837 gegründete Kunsthalle Karlsruhe, die über die Jahre hinweg mehrere Erweiterungsbauten erfahren hat, ist bereits seit Jahren dringend sanierungsbedürftig. In ihrem derzeitigen Zustand entspricht sie weder zeitgemäßen Anforderungen an Barrierefreiheit noch an Klimatisierung, die für die Besucherfreundlichkeit ebenso unabdingbar ist wie für den Schutz der Kunstwerke. Auch in Sachen Brandschutz herrscht Nachbesserungsbedarf.

Erweiterung bleibt Zukunftsmusik

Zunächst nur als Ideensammlung läuft der Wettbewerb für eine Erweiterung der Kunsthalle, mit der die international renommierte Einrichtung auch gegenüber anderen Häusern wie in Mannheim, Basel oder Colmar konkurrenzfähig bleiben soll. Anvisiert ist hierfür eine Nutzung des bisherigen Amtsgerichts, für das neue Räume gesucht werden sollen. Da bislang aber noch völlig offen ist, wohin (und wann) das Amtsgericht mit seinen beiden Außenstellen umziehen wird, rechnet Günter Bachmann, Leitender Baudirektor des Karlsruher Amtes Bau und Vermögen, mit einer Realisierung der Erweiterung frühestens in zehn Jahren. Vergleichbare Einrichtungen in näherer Umgebung – etwa die Kunsthalle Mannheim, das Kunstmuseum Basel oder das Musée Unterlinden in Colmar – haben solche Erweiterungen in den vergangenen Jahren durch vergleichsweise kurzfristige Baumaßnahmen bekommen.