Skip to main content

Liebich & Partner AG zur Digitalisierung

Baden-Badener Beratungsunternehmen sieht „Riesenchancen“ durch Corona-Pandemie

„Wir treffen in vielen Unternehmen eine große Verunsicherung an“, sagt Steffen G. Hilser von der Baden-Badener Management- und Personalberatungsgesellschaft Liebich & Partner AG. Die wurde auch von Corona gebeutelt – sieht nun aber große Chancen für sich.

Bunte Truppe: Bei der Liebich & Partner AG mit ihren Vorständen Steffen G. Hilser (vorne links) und Günter Walter (rechts) sieht man großes Potenzial für neue Aufträge. Die große regionale Management- und Personalberatung verweist auf Digitalisierung, technologischen Wandel und Corona-Folgen. Foto: Andrea Fabry

Bei Managementberatungen denkt der Laie vor allem an Unternehmen wie Roland Berger, McKinsey oder an die Boston Consulting Group. Bei Personalberatungen fallen Kienbaum, Egon Zehnder oder Korn Ferry ein. Dabei gibt es in Baden-Baden einen Mitstreiter auf beiden Feldern: die 1983 gegründete Liebich & Partner AG.

Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass der Beratungsbedarf so groß wie nie zuvor sein wird. Ich sehe Riesenchancen für uns.
Steffen G. Hilser, Vorstand Liebich & Partner AG

Die ist zwar auch, wie fast alle Branchen, vom Coronavirus gebeutelt und rechnet für dieses Jahr mit einem Umsatzrückgang von 25 Prozent – schließlich konnten die Berater während des Lockdowns nicht zu ihren Kunden. „Doch jetzt gehen die Türen wieder auf“, sagt Vorstand Steffen G. Hilser im Gespräch mit dieser Zeitung. Er blicke optimistisch für das Unternehmen in die Zukunft: „Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass der Beratungsbedarf so groß wie nie zuvor sein wird. Ich sehe Riesenchancen für uns.“

„Die Unternehmen brauchen Orientierung“, unterstreicht auch Vorstand Günter Walter. Schon vor Ausbruch der Pandemie verunsicherte der technologische Wandel viele Branchen – die E-Mobilität bei den Autobauern ist nur ein Beispiel. Die Herausforderungen Digitalisierung und Automatisierung müsse man hinzufügen. Und nun sei noch Corona hinzugekommen. Entsprechend groß sei bei vielen Unternehmen der Bedarf, die Effizienz zu verbessern.

Nicht nur bei der Managementberatung sehe man großes Potenzial, sondern auch bei der Personalberatung, sagt Walter. Er verweist auf die Baby-Boomer, die nun in Rente gehen. Auch das Thema Unternehmensnachfolge sei von Gewicht.

30 Berater von Liebich & Partner sind zwischen Köln und München angesiedelt

Zur Einordnung: Liebich & Partner erlöste im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Euro. Die 30 Berater sind zwischen Köln und München angesiedelt. Insgesamt beschäftigt das Baden-Badener Unternehmen 41 Mitarbeiter. „Wir sind deutschlandweit unterwegs. Schwerpunkt ist Süddeutschland“, erläutert Walter.

Im Fokus habe man den Mittelstand und Unternehmen mit mittelständisch geprägten Entscheidungsstrukturen, ergänzt Hilser. Auf der Kundenliste finden sich Namen wie aluplast, arvato, Betty Barclay, Blanco, Boehringer Ingelheim, hansgrohe, Lexus, Vorwerk, WeberHaus und Würth, um einige Beispiele zu nennen.

Wir spielen in der Ersten Liga in der Personalberatung in der Region.
Günter Walter, Vorstand Liebich & Partner AG

„Wir besetzen pro Jahr 120 Positionen“, sagt Walter zum Geschäftsfeld Personalberatung. „Damit spielen wir in der Ersten Liga in der Personalberatung in der Region.“ Und bei der Managementberatung zählt Liebich & Partner laut Hilser in Süddeutschland zu führenden mittelständischen Beratungen.

16 leitende Mitarbeiter halten vinkulierte Namensaktien – ihnen gehört die Aktiengesellschaft. Eine Besonderheit sei, dass Liebich & Partner traditionell Management- und zugleich Personalberatung anbietet.

Walter und Hilser kennen die gängigen Klischees über die Beraterbranche: Die Dienstleister hätten jeweils nur einen Werkzeugkasten und drehen – je nach Unternehmen – mit dem selben Werkzeug nur unterschiedlich stark an den Stellschrauben. „Lieber ein Kompromiss, der aber machbar ist“, beschreibt Hilser hingegen die Auffassung von Liebich & Partner. „Wir beraten nicht nur, wir setzen mit dem Kunden um.“ Und: Nur, wenn man die Mitarbeiter mitnehme, gelinge es, im Unternehmen einen Wandel zu gestalten.

Eine Herausforderung: das eigene Netzwerk ausbauen

Diesen Handlungsmaximen wolle man treu bleiben, ebenso der mittelständisch geprägten Klientel. Auch das Leistungsportfolio bleibe. Eine Herausforderung für Liebich & Partner sei es, das eigene Netzwerk auszubauen. Die Baden-Badener sind beispielsweise Mitglied des Karlsruher Cyberforums und des Wirtschaftsverbandes WVIB, besser bekannt als „Schwarzwald AG“.

Und wie kann die Beratungsgesellschaft mit der Konkurrenz mithalten, die teilweise auf allen Kontinenten unterwegs ist? Walter verweist beispielsweise auf die Agilium Worldwide Executive Search Group, einem Personalberatungsnetzwerk, das zu den Top 20 weltweit zähle. Man sei deren einziges deutsches Mitglied. „Wir können in 37 Ländern der Welt mit Hilfe unserer Partner Mitarbeiter akquirieren.“

Zusammenarbeit mit Allianz-Tochterunternehmen metafinanz

Falls angezeigt, nehme man für Kunden externe Spezialisten mit an Bord, beispielsweise, wenn es um die Digitalisierung geht. Hier nennt Hilser als Partner das Allianz-Tochterunternehmen metafinanz als Beispiel, das herstellerneutral berate.

nach oben Zurück zum Seitenanfang