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Erste Zahlen 2020 vorgelegt

Grenke erreicht beim Leasing trotz Corona-Lockdown 71 Prozent des Vorjahres

Auf die Zahlen der Grenke-Gruppe blickt die Öffentlichkeit nach den Angriffen durch den britischen Spekulanten Fraser Perring besonders aufmerksam.

Setzt auf den Corona-Impfstoff: Die Baden-Badener Grenke-Gruppe hat erste Zahlen für 2020 vorgelegt. Nun verspricht sie sich viel von der Impfkampagne. Foto: Werner Bentz

Die Baden-Badener Grenke-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Leasing-Neugeschäft in Höhe von 2,030 Milliarden Euro. Dieses entspricht 71 Prozent des Neugeschäfts, das Grenke 2019 in seiner wichtigsten Sparte erreicht hatte.

Das teilte die Grenke AG mit. Beim Leasing-Neugeschäft handelt es sich um die Summe der Anschaffungskosten aller neu erworbenen Leasinggegenstände.

Die Zahlen der Grenke-Gruppe – der SDax-Konzern ist weltweiter Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen – stehen besonders im Fokus der Öffentlichkeit: Seit der Attacke des britischen Spekulanten Fraser Perring, unter anderem auf das Franchise-Konzept, kämpft Grenke wieder für einen besseren Börsenkurs.

Prognose trotz des Lockdowns erreicht

Im letzten Quartal 2020 kam Grenke auf ein Leasing-Neugeschäft von 56,3 Prozent des Vorjahresquartals 2019. Damit liegen die Baden-Badener auf Höhe des Zielvolumens, das sie vor Bekanntwerden des zweiten harten Lockdowns mit rund 60 Prozent kommuniziert hatten.

Die beginnenden Covid-19-Impfungen geben uns die Zuversicht auf ein baldiges Ende der Restriktionen.
Antje Leminsky, Vorstandschefin der Grenke AG

Grenke-Vorstandschefin Antje Leminsky unterstreicht in einer Medieninformation, dass die Prognose trotz des Lockdowns eingehalten worden sei. „Die beginnenden Covid-19-Impfungen geben uns die Zuversicht auf ein baldiges Ende der Restriktionen“, kommentiert sie.

Der Mittelstand brauche gerade in Zeiten der Pandemie einen starken Small-Ticket-Finanzierungspartner. Als sogenannte Small-Tickets werden Leasing-Verträge im Volumen zwischen 50 und 25.000 Euro bezeichnet, beispielsweise für Drucker, PCs und Software.

Zur Kontrolle und zum Vergleich der Wirtschaftlichkeit des Konzerns geht Grenke auch immer auf den Deckungsbetrag 2 des Leasinggeschäfts ein. Im vierten Quartal betrug dieser 83,3 (Vergleichszeitraum 2019: 134,9) Millionen Euro.

Die entsprechende Marge stieg auf 19,5 (zuvor: 17,8) Prozent. Finanzvorstand Sebastian Hirsch sieht sich dadurch in seinem Kurs bestätigt. „Gleichzeitig sind wir mit ausreichend Liquidität versorgt“, geht er auf eine Verlängerung einer Hybridanleihe ein.

Grenke-Bank bleibt stark, Factoring-Sparte schwächelt

Ein Blick auf die Grenke-Bank: Sie erreichte im vierten Quartal mit 15,0 (zuvor: 16,5) Millionen Euro ein vergleichbares Niveau im Kreditneugeschäft für kleinere und mittlere Unternehmen.

Bei der Factoring-Sparte wurden 180,0 (zuvor: 187,8) Millionen Euro an Forderungen angekauft.

Nachdem der britische Shortseller Perring den Kurs der Grenke AG mit seinen Vorwürfen auf Talfahrt geschickt hatte, hat sich unter anderem die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet.

Ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton hat Grenke insgesamt entlastet, aber auch Kritik am Konstrukt des Franchisesystems geübt. Dieses wollen die Baden-Badener ändern.

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