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Baden-Badener Finanzdienstleister

Grenke fängt sich nach dem Kurseinsturz

Nach dem Kurseinbruch vom Montag konnte sich der Baden-Badener Finanzdienstleister Grenke an der Börse fangen. Der Kampf um Glaubwürdigkeit geht für den Dienstleister aber weiter.

Der Baden-Badener Finanzdienstleister Grenke hatte in den vergangenen Monaten zwei Mal mit starken Kurseinbrüchen zu kämpfen. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Am Dienstag, 18.15 Uhr, zeigte der Börsenkurs von Grenke ein Plus von zwei Cent im Vergleich zum Vortag. Das klingt wenig berichtenswert, doch für den Finanzdienstleister aus Baden-Baden darf das als Erfolg gewertet werden. Die Kurve war grün, und das war nach dem Montag alles andere als selbstverständlich.

Nach einer Ad-hoc-Mitteilung von Grenke war der Kurs um bis zu 37 Prozent eingebrochen. In der Mitteilung war vom Ausscheiden des langjährigen Vorstandes Mark Kindermann und kritischen Punkten in der laufenden Sonderprüfung berichtet worden.

Nach der Unruhe äußerte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Ernst-Moritz Lipp, am Dienstagabend in einem Offenen Brief an die Investoren. Man habe den Ruf nach mehr Transparenz vernommen, schrieb er. „Unmittelbarer Anlass“ für den Abgang Kindermanns sei Kritik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) an Prozessen der Internen Revision und der Compliance gewesen.

Lipp betonte: „Keiner dieser Kritikpunkte der Bafin lässt auf unmittelbare Auswirkungen auf die Bilanz oder die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung, d. Red.) des Unternehmens schließen.“ Der Offene Brief wirkte sich positiv aus, der Kurs schloss am Dienstag bei 30,46 Euro mit einem Plus von 5,76 Prozent im Vergleich zum Vortag.

Die Ermittlungen der Bafin dauern an. Seit dem Herbst befindet sich Grenke in einem Glaubwürdigkeitskampf. Nach einer Shortseller-Attacke des britischen Investors Fraser Perring stehen mögliche Marktmanipulationen im Raum.

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