Photokina
Zur weltgrößten Fotomesse Photokina haben sich 812 Aussteller aus 66 Ländern angemeldet. | Foto: Rolf Vennenbernd

Fokus: Künstliche Intelligenz

Weltgrößte Fotomesse Photokina in Köln gestartet

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Köln (dpa) – Mit dem Trendthema Künstliche Intelligenz ist die weltgrößte Fotomesse Photokina in Köln an den Start gegangen.

Zudem wollen mehrere Hersteller mit neuen spiegellosen Systemkameras punkten, die bei Auflösung und Bildqualität oder auch der Verschmelzung von Foto und Video «neue Maßstäbe» setzen könnten. Angesichts eines sich stark wandelnden Marktes verfolgt die internationale Branchenschau diesmal ein verändertes Konzept, wie Photoindustrie-Verband (PIV) und Koelnmesse mitteilten.

Viele Anbieter werben mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) für Berufs- und Hobbyfotografen. KI und die neuen Bildtechnologien führten zu einer Reihe von Vorteilen, betonte der Verband.

So könne etwa der Ort einer Aufnahme auch ohne GPS-Positionsdaten erkannt werden. Fehlende Bildbereiche würden ergänzt oder Verwacklungen herausgerechnet. Einsatzfelder seien auch Autoindustrie, Medizintechnik, Handel oder robotergestützte Produktion. Zudem gehören den boomenden Fotodrohnen und Sofortbildkameras die Bühne bis zum Samstag.

Die Photokina will für die jüngere Zielgruppe attraktiver werden. Digitale Bildbearbeitung, Bewegtbild und mobile Bildkommunikation sollen stärker ins Blickfeld rücken. Diesmal erwartet die Messe 812 Aussteller aus 66 Ländern – 2016 waren es knapp 1000 Anbieter aus 40 Ländern. Die Fachmesse wird von sechs auf vier Tage verkürzt und statt alle zwei Jahre nun jährlich ausgerichtet.

Die Umstellung ist auch eine Reaktion auf den Umbruch im Fotomarkt, die Branche fast nur noch als «Imaging-Markt» bezeichnet. Die Absätze für Digitalkameras werden laut Photo-Industrieverband in Deutschland auch 2018 weiter schrumpfen: Voraussichtlich werden 2,35 Millionen Kameras verkauft – ein Rückgang um 12 Prozent im Vergleich zu 2017. Wertmäßig sei mit einem Absinken um 9 Prozent auf 970 Millionen Euro zu rechnen, also erstmals unter die Eine-Milliarde-Euro-Marke. Hier macht sich die starke Konkurrenz durch Smartphones bemerkbar.