Zu spät gebremst hat der Lkw von Daimler und erwischte deshalb eine Puppe, die bei einer Vorführung vor Journalisten eingesetzt wurde. | Foto: iob

Vor 50 Journalisten in Wörth

Laster überfährt Puppe: PR-Panne bei Daimler

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Es hätte ein weiterer Beleg für Daimlers Innovationsfähigkeit sein sollen. Doch am Ende bremste ein Lkw zu spät und eine Puppe löste sich in Bruchteile auf. Ausgerechnet bei der Vorführung seines Bremsassistenzsystems für Lastwagen vor mehr als 50 Journalisten unterlief dem Stuttgarter Autobauer eine größere PR-Panne.

Der schwere Wagen kam nicht wie gewünscht zum Stehen, sondern erst einige Zentimeter später. Zu Schaden kam dabei niemand – abgesehen von der Außenwirkung des Konzerns.

Fahrer bremste zu spät

„Das System hat funktioniert. Allerdings hat weder der Fußgänger, in diesem Fall also die Puppe, noch der Fahrer aufgepasst“, kommentierte Pressesprecherin Uta Leitner den Zwischenfall. Der Mann hinterm Steuer hätte bremsen sollen, als das Signal in seinem Fahrerhaus ertönte. Laut Angaben von Leitner tat er dies jedoch zu spät. Die Puppe war zwar schnell wieder zusammengesetzt, Fälle wie dieser lassen jedoch die Diskussionen um Fahrassistenzsysteme immer wieder hochkochen.

Andere Vorführen ohne Pannen

Alle weiteren Vorführungen, die Daimler im Zuge seiner zweitägigen Presse-Show der Lkw-Sparte in Gaggenau sowie im Entwicklungs- und Versuchszentrum (EVZ) in Wörth zeigte, funktionierten reibungslos. Dazu zählte auch der Abbiegeassistent für Lkw. Bei dessen Demonstration wurde ein echter Fahrradfahrer eingesetzt, der plötzlich vor dem Abbiegen auftauchte. Das System schlug Alarm, der Fahrer bremste. Ein PR-Desaster blieb für Daimler aus, die Panne mit der Puppe bleibt dennoch haften.