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Kompakter SUV

So sieht der neue Elektro-Mercedes EQA aus Rastatt aus

Mercedes-Benz hat sein neues Elektroauto vorgestellt: Der EQA ist ein kompakter SUV und wird in Rastatt produziert. Ab 4. Februar soll er zu kaufen sein.

Das ist der neue Mercedes EQA. Foto: Mercedes-Benz AG

Die Karosserie des EQA ist der des erfolgreichen Schwestermodells GLA sehr ähnlich. Doch die Technik, die darunter steckt, ist eine vollkommen andere: Der am Mittwoch der Weltöffentlichkeit per Online-Video vorgestellte neue Kompakt-SUV von Mercedes-Benz ist ein reines Elektroauto.

Der neue EQA wird im Mercedes-Benz-Werk Rastatt und in Peking hergestellt. Die Produktion sei reibungslos gestartet, hieß es Mitte Dezember aus dem badischen Werk. Die vollelektrischen Modelle laufen dort auf der gleichen Produktionslinie wie die kompakten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder Hybrid-Antrieb.

Produktionspause soll Verkaufsstart nicht verzögern

Doch inzwischen stehen die Bänder in Rastatt still. Ein Engpass an Elektronik-Bauteilen, der die gesamte Autobranche beschäftigt, zwang Mercedes-Benz zu diesem Schritt. Wann die Produktion wieder anläuft, ist ungewiss. Für die Mitarbeiter wurde bis 7. Februar Kurzarbeit beantragt. „Wir beobachten und evaluieren die Situation kontinuierlich in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten und werden unsere Fahrweisen nach Abklingen des temporären Lieferengpasses auf geplantem Niveau fortsetzen“, teilte ein Daimler-Sprecher mit.

Am Verkaufsstart des neuen Elektro-SUV soll sich dennoch nichts ändern. Ab 4. Februar wird der EQA in Europa verfügbar sein, kündigte Daimler-Vorstand Britta Seeger bei der Online-Premiere des Kompaktwagens an. Offenbar sind vor dem Produktionsstopp bereits genug Fahrzeuge vom Band gelaufen.

In einer Telefonkonferenz mit Journalisten sagte Seeger, die Auswirkungen des Mikrochip-Mangels auf den Absatz bei Daimler ließen sich noch nicht konkret absehen. Der Januar sei gut abgesichert. Welche Folgen sich für die Kunden im Februar und März ergeben könnten, versuche man gerade intern und in Gesprächen mit Zulieferern zu ermitteln, so Seeger laut der Nachrichtenagentur dpa. Sie sei aber zuversichtlich, dass die Probleme gemeinsam mit den Lieferanten gelöst und die Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden könnten.

Lieferengpässe bei Halbleitern setzen derzeit viele Autohersteller unter Druck und zwingen sie zur Drosselung der Produktion. Bei Daimler sind neben dem Mercedes-Werk in Rastatt auch die Standorte in Bremen sowie im ungarischen Kecskemét betroffen. Mit Blick auf den Chipmangel betonte Seeger erneut, dass der Anlauf der EQ-Modelle höchste Priorität habe.

Der am Mittwoch vorgestellte EQA ist das dritte reine Elektrofahrzeug aus der Mercedes-EQ-Reihe. Drei weitere, darunter das Flaggschiff EQS, sollen im Laufe des Jahres noch folgen. Der EQA soll nicht nur in Rastatt, sondern auch in Peking gebaut werden.

So sieht der Mercedes im Inneren aus. Foto: Mercedes-Benz AG

Die Batteriesysteme liefert die Mercedes-Benz Tochter Accumotive im sächsischen Kamenz. Auch die Batteriefabrik im polnischen Jawor bereitet sich Unternehmensangaben zufolge auf die Produktion von Batteriesystemen für die kompakten Mercedes-EQ Modelle vor.

Die Reichweite liegt laut Hersteller bei 486 Kilometern

Mit der neuen Marke EQ strebe Mercedes-Benz „die führende Position bei Elektroantrieben und Fahrzeug-Software an“, sagte Daimler-Vorstand Markus Schäfer. „Dazu haben wir ambitionierte Produkt-Entwicklungsziele definiert und die beschleunigte Markteinführung neuer Technologien beschlossen.“ Der EQA beweise, dass bei Nutzung einer bewährten Architektur ein „hervorragender Kompromiss zwischen Leistungsfähigkeit, Kosten und Time-to-market“ möglich sei.

Der Elektro-Mercedes soll ab 47.540,50 Euro in Deutschland erhältlich sein und eine Reichweite von 486 Kilometern haben.

Das Design des EQA soll „progressiven Luxus in seiner sportlichsten Form“ ausstrahlen. So drückt es Daimlers Chefdesigner Gorden Wagener aus. Prägnantes Merkmal ist der schwarz-glänzende Kühlergrill, in den die LED-Scheinwerfer integriert sind. Ein horizontaler Lichtleiter verbindet die beiden Tagfahrleuchten miteinander und soll für eine „hohe Wiedererkennbarkeit bei Tag wie Nacht“ sorgen.

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