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Pandemie

Studie: Modehandel leidet weiter unter Corona-Folgen

Das Umsatzvolumen des Modehandels liegt einer Studie zufolge weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Die stärkere Nachfrage beim Online-Shopping könnte den Handel auch künftig belasten.

Der Modehandel in Deutschland hat mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Der Modehandel in Deutschland wird einer Studie zufolge seine coronabedingten Umsatzeinbußen auch in diesem Jahr nicht vollständig aufholen können.

Trotz einer Erholung des Marktes werde das Umsatzvolumen immer noch 10 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 liegen, berichtete das Institut für Handelsforschung (IFH). Vor allem kleine Modegeschäfte sowie Kauf- und Warenhäuser stünden unter Druck.

Im vergangenen Jahr hatten die Deutschen der Studie zufolge rund 8 Milliarden Euro weniger für Mode ausgegeben als 2019. Der Umsatz habe bei knapp 50 Milliarden Euro gelegen. Besonders kräftig seien die Umsätze mit Herrenbekleidung (minus 17,2 Prozent) und Damenmode (minus 15,4 Prozent) gesunken. Zu den rar gesäten Gewinnern auf dem Modemarkt hätten Warengruppen aus der Kategorie Berufsbekleidung gezählt. So seien Schürzen und Schutzkleidung häufiger als sonst gekauft wurden.

Immer mehr Mode wird online verkauft. Der Anteil sei um fast 10 Prozentpunkte auf knapp 40 Prozent gestiegen, hieß es in der Untersuchung. Auch zuvor den Geschäften treue Käufer hätten in der Krise das Onlineshopping für sich entdeckt. „Es ist nicht zu erwarten, dass diese Konsumentinnen und Konsumenten zukünftig gänzlich auf die Bequemlichkeit des Shoppens im Netz verzichten werden“, erwartet IFH-Modeexperte Hansjürgen Heinick. Als Resultat werde der Marktanteil des Fachhandels weiter zurückgehen.

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