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Technik für Wasserwerke und Co.

Vier IT-Spezialisten verschmelzen in Ettlingen zur Vivavis AG

Damit Elektrizitäts- und Wasserwerke oder Kläranlagen einwandfrei funktionieren, brauchen sie eine entsprechende IT. Vier Unternehmen sind hier in der Branche ein Begriff. Jetzt werden sie zur Vivavis AG in Ettlingen verschmolzen.

Vier Firmen fusionieren: Die Ettlinger Traditionsfirma ids wird Teil der neuen Vivavis AG. Foto: Jörg Donecker

Stärkung des IT-Standorts Ettlingen: Die Unternehmen Vivavis GmbH, IDS GmbH (beide Ettlingen), Görlitz AG (Koblenz) und Erwin Peters Systemtechnik GmbH (Bochum) werden zur neuen Vivavis AG verschmolzen. Sitz der Aktiengesellschaft ist Ettlingen, so der Pressesprecher des Unternehmens, Ralf Thomas, gegenüber dieser Zeitung.

Komplette Unternehmensgruppe hat über 800 Mitarbeiter

Vorstandschef Norbert Wagner bezeichnet die Fusion als einen „wichtigen Meilenstein für unser Wachstum“. Man bündele in der AG rund 150 Jahre Know-how und könne dadurch noch schneller auf Kundenbedürfnisse eingehen.

Wir sind das Betriebssystem vieler Energieversorger.
Ralf Thomas, Pressesprecher der Vivavis AG

Vivavis ist ein Spezialist für technische IT-Lösungen für Energieversorger mit ihren Netzleit- und Lastenmanagementsystemen sowie der Zählerfernauslesung, um einige Beispiele zu nennen. „Wir sind das Betriebssystem vieler Energieversorger“, sagt Pressesprecher Thomas. Die Standorte blieben erhalten.

Die Koblenzer (130 Mitarbeiter) sind auf Erfassungssysteme für Strom und Gas spezialisiert. Die Bochumer (40 Mitarbeiter) haben als Schwerpunkt die Automatisierung von Wasserwerken und Kläranlagen, nennt Thomas weitere Beispiele. Die Ettlinger (300 Mitarbeiter) sind Experten für Netzleitsysteme, also die typischen Leitwarten.

Personalabbau wird ausgeschlossen – im Gegenteil

Die komplette Unternehmensgruppe – also inklusive Beteiligung an weiteren Firmen – kommt auf über 800 Mitarbeiter und erlöste zuletzt 115 Millionen Euro. Für dieses Jahr rechnet Thomas mit einem Konzernumsatz von 130 Millionen Euro.

Schwerpunkte sind Deutschland, Österreich und die Schweiz mit einem Anteil an den Erlösen von 80 Prozent. Vivavis ist bis nach Finnland und Dubai aktiv. Einen Personalabbau schließt Thomas aus. „Wir sind IT, wir suchen nach wie vor Mitarbeiter.“

Über Jahrzehnte hätten sich die Firmen, die nun fusionieren, mit ihren Lösungen für kritische Infrastrukturen der Energie-, Ver- und Entsorgungswirtschaft bereits bewährt. In den vergangenen Jahren seien Anlagenbau, Quartierslösungen und Sicherheitsanwendungen dazu gekommen. Bereits im vergangenen Jahr habe man die gemeinsame Marke Vivavis aufgebaut, nun folge konsequenterweise die Fusion.

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