Für den Wohnmobilhafen in der Hubertusstraße/Wörthstraße in Baden-Baden gibt es schnell keinen Ersatz. Deshalb muss für das DRK-Pflegheim ein neuer Standort gefunden werden. 10.12.2016 | Foto: Bernd Kappler

Aufregung in Baden-Baden

Wohnmobile und das DRK-Pflegeheim

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Stadtplanerische Kettenreaktion in Baden-Baden: Weil sich die Suche nach einem neuen Wohnmobilhafen schwieriger gestaltet als gedacht und damit zeitliche Verzögerungen verbunden sind, kann das Pflegeheimprojekt des Roten Kreuzes auf dem Gelände des bisherigen Wohnmobilplatzes jetzt doch nicht verwirklicht werden. „Wir sind auf der Suche nach Alternativen“, bestätigte Bürgermeister Alexander Uhlig.

Und das kam so: Nachdem der Baubürgermeister den Vorschlag gemacht hatte, das DRK-Pflegeheim in der Wörthstraße zu bauen und dafür den Wohnmobilplatz zu verlagern, hatte es allseits Lob für diese städtebauliche Lösung gegeben.

Alternativen gesucht

Zwischenzeitlich suchte die Verwaltung nach einem alternativen Standort für die mobilen Touristen. Das Ergebnis präsentierte Uhlig am Montag dem Bauausschuss in nicht öffentlicher Sitzung. Bürgermeister Uhlig gestern: „Wir haben gesucht, aber den idealen Standort nicht finden können.“ Jeder Platz habe auch Nachteile.

Sportplatz Geroldsau Favorit?

Von der Verwaltung favorisiert werde der ehemalige Sportplatz in Geroldsau, so Uhlig. Die Stadt denke dabei nicht an eine reine Parkplatzfläche, sondern einen Platz mit Infrastruktur, wie zum Beispiel eine multifunktionale Spielfläche, die selbstverständlich dann auch den Geroldsauern zur Verfügung stehe.
Spontan habe es im Bauausschuss Zustimmung gegeben, es seien aber auch kritische Stimmen zu hören gewesen. Im Ergebnis sei die Verwaltung gebeten worden, einen weiteren in der Suchschleife gefundenen Standort zu untersuchen. Das werde die Verwaltung jetzt tun. Uhlig betont: „Es wird nichts durchgedrückt.“

Direkte Folgen hat dies wiederum auf das Rote Kreuz, das bekanntlich das Ludwig-Wilhelm-Stift in der Rotenbachtalstraße bis Mitte 2019 räumen muss, weil die Räume dort dann nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit komme der Platz in der Wörthstraße aber deshalb nicht mehr in Frage. Die Stadt suche das Gespräch mit dem DRK. Uhlig bat um Verständnis, dass er deshalb öffentlich noch nichts zu möglichen Alternativen sagen konnte.

Platz im Rebland gefunden

Die Suchschleife nach einem Wohnmobilhafen habe indessen noch einen weiteren, wenn auch nur kleinen Platz, ergeben und zwar im Rebland beim Kolbenacker, berichtete der Bürgermeister weiter. Dort könnten sieben oder acht Stellplätze geschaffen werden.

Laut Uhlig sei das kein Ersatz für einen großen Parkplatz, aber ein zusätzliches touristisches Angebot für das Rebland, das auch in das aufgestellte Entwicklungskonzept passe. Im Bauausschuss sei dieser Vorschlag grundsätzlich auf Wohlwollen gestoßen.