Auf dem 1. Januar (Neujahr) eines Kalenders klebt eine «To do Liste» mit den Vorsätzen «nicht mehr rauchen, abnehmen, mehr Zeit mit der Familie und Sport." Wir haben die BNN-Redakteure gefragt, was sie sich für 2017 wünschen. | Foto: dpa

Träumen muss erlaubt sein

Wünsche der BNN-Redaktion für 2017

Das alte Jahr ist vorüber, das neue steht in den Startlöchern. Was es wohl bringen wird an schönen Stunden,  an glücklichen und traurigen Ereignissen? Manch einer wird heute Abend gute Vorsätze für die kommenden 365 Tage fassen: dem Glimmstängel abschwören, dem Hüftgold zu Leibe rücken, dem Konsumterror entsagen. Kurzum: Im Neuen Jahr soll alles besser werden. Dabei weiß doch jeder, dass gute Vorsätze ein kurzes Haltbarkeitsdatum haben und oft schon nach wenigen Tagen zu den Akten gelegt werden.

Nicht immer bierernste Anliegen

Doch Träumen muss schließlich erlaubt sein, auch in den Redaktionen der BNN. Was dabei herauskommt, wenn Redakteure nach ihren Wünschen für das neue Jahr befragt werden, ist hier zu lesen. Zugegeben: Bei vielen Statements handelt es sich eher um fromme Wünsche, denn um ein bierernstes Anliegen. Doch Wunschträumen nachzuhängen, die Fantasie spielen zu lassen, kann ja nicht ganz falsch sein. Und vielleicht lässt die gute Fee manchen Redakteurstraum 2017 in Erfüllung gehen.


Der schlimmste Spruch alter Männer besagt, dass früher alles besser war. Bedenklich wird’s, wenn sie

Wilfried Lienhard
recht haben. Also wünsche ich mir, dass die Bühler Zwetschge wieder zu einem Nonplusultra in Sachen Obst und einem Wirtschaftsfaktor wird und nicht nur ein nostalgisch verklärter Kuchenbelag ist. Eine florierende Zwetschgenindustrie könnte die Kassen klingeln lassen und Bühl in alle Munde bringen. Und komme keiner, dass bei diesem Wunsch zu viel Zwetschgenwasser im Spiel ist!

Wilfried Lienhard, Redaktion Bühl


Her mit der Heldin meiner Kindheit: Inger Nilsson besucht den Karlsruher Zoo. Kleinen und großen Fans, die dank Pippi Langstrumpfs Krummelus-Pillen jung geblieben sind, erzählt sie von ihren Erinnerungen an den Karlsruher Promi-Papagei, der in „Pippi in Taka-Tuka-Land“ den Piraten-Vogel Rosalinda mimte. Der Ehren-Karlsruher lebt durch das Wiedersehen sichtlich auf, so dass selbst seine Brustfedern wieder sprießen.

Susanne Jock, Redaktion Karlsruhe


Die Macher des Karlsruher „Fests“ können sich vor Anfragen nicht retten: darunter auch eine aufstrebende

Roswitha Bruder-Pasewald
junge Bluesband aus England. Für einen Auftritt auf dem „Mount Klotz“ reicht es zwar nicht, doch immerhin findet sich noch ein Termin beim „Vorfest“ − zum Dank bringen die Rollenden Steine gleich noch den guten Kumpel Eric Clapton mit.
Roswitha Bruder-Pasewald,
Redaktion Fächer

 


Ganz Gaggenau wünscht sich ein Wiedersehen mit Arnold Schwarzenegger. Einen Unimog U 1300 mit

Thomas Dorscheid
dem Kennzeichen RA-AS 1300 besitzt er ja schon – persönlich, aber inkognito abgeholt in der Benz-Stadt. Da wäre es doch schön, wenn sich der Terminator für einen Tag in die Reihe der ehrenamtlichen Fahrer des Unimog-Museums einreihen und mit den Museumsbesuchern über Stock und Stein kraxeln würde!
Thomas Dorscheid,
Redaktion Gaggenau


Wie viele „Star-Wars“-Fans der ersten Stunde warte ich seit Jahren darauf, die Original-Trilogie in

Andreas Juettner
restaurierter Bildqualität auf BluRay sehen zu können. Und zwar wirklich original, ohne albernen Effekte-Mumpitz, den George Lucas nachträglich eingefügt hat. Sollte die Kinofassung neu aufpoliert herauskommen, könnte ich die Anschaffung perfekt als Geschenk für den Nachwuchs tarnen – so wie andere Väter das mit der Carrera-Bahn tun …
Andreas Jüttner,
Redaktion Kultur


Man weiß doch schon lange, dass ein friedvolles und gedeihliches Zusammenleben nur möglich ist, wenn

Roland Weisenburger
man bereit ist, Kompromisse zu schließen. Deshalb wünsche ich mir die Winter-Sommer-Zeit: morgens eine Stunde länger schlafen und dafür abends eine Stunde länger hell.
Roland Weisenburger,
Redaktion Pforzheim

 

 


Als KSC-Fan muss man realistisch bleiben. Deshalb wünsche ich mir: 17 Siege in der Rückrunde, ein 7:0

Dominic Körner
Foto: Hora

gegen den VfB Stuttgart, Aufstieg. Im August gehen die Bayern im Wildpark baden, und 2018 ist die Champions League drin.

Dominic Körner,
Redaktion Achern

 

 


Viele Köche verderben den Brei? Von wegen! Deshalb wünsche ich mir, dass die jährliche Gala der

Bernd Kamleitner
Feinschmecker-Bibel „Guide Michelin“ endlich dorthin zieht, wo es die meisten Auszeichnungen für Kochkünstler gibt: ins „Sterneland“ Baden-Württemberg. Wenn für die hochkarätige Veranstaltung gleich noch das Schlosshotel Bühlerhöhe aus dem Dornröschenschlaf geweckt wird, ist mein Glück perfekt.

Bernd Kamleitner,
Redaktion Südwestecho


Den „Leo“ und den „BH“ kennen wir ja schon: Jetzt muss endlich das alte Autokennzeichen „BR“ her. Und

Daniel Streib
weil wir schon mal beim Aufräumen sind: Den gesamten Landkreis Karlsruhe umbenennen und das Landratsamt an den Bruchsaler Saalbach verlegen.

Daniel Streib,
Redaktion Bruchsal

 

 


Landkreis Calw oder doch lieber Karlsruhe? Wäre doch schön, wenn sich Befürworter und Gegner eines

Heidi Schulter-Walter
Landkreiswechsels von Bad Herrenalb über den Blumenbeeten der Gartenschau versöhnend die Hände reichen und das Heilbad kurzerhand zur kreisfreien Stadt ausgerufen wird.
Heidi Schulte-Walter,
Redaktion Ettlingen

 

 


Die noble Nobel-Sause in Stockholm hat der Näselbär aus Amiland schon sausen lassen. Mal sehen, ob

Michael Ludwig
Ihro Dylanschaft genug Mumm in den morschen Knochen hat, um den Deutschen Medienpreis entgegenzunehmen, der ihm hoffentlich 2017 in der Seniorenresidenz an der Oos verliehen wird. Oder ob der alte Bob schon wieder durch Absenz glänzt. Wehe! Nicht nur Patti Smith, derzeit schon fleißig hinter dem grauen (Wallehaar-)Vorhang ihren Duettpart übend, dürfte dann endgültig die Nase voll haben von ihrer Rolle als Gottvater Dylans tapfere Vertreterin auf Erden.
Michael Ludwig,
Redaktion Fächer


Wenn die Finanzminister der G-20-Staaten Ende März zu ihrem Gipfeltreffen in Baden-Baden

Michael Rudolphi
zusammenkommen, wäre es doch schön, wenn die Politikertruppe zum Abschluss vor dem Kurhaus das Badnerlied singen würde – voller Inbrunst und mit der Hand auf dem Herzen. Und Vorsänger wäre natürlich Wolfgang Schäuble, der ja ein waschechter Badner ist.

Michael Rudolphi,
Redaktion Baden-Baden