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Keine Staus, keine Zwischenfälle

Nach Vollsperrung der A8 bei Pforzheim: Polizei zieht positive Bilanz der Brücken-Nacht

Beim Einbau der neuen Geh- und Radwegbrücke über die A8 bei Pforzheim-West hat alles gepasst. Bis zur Freigabe der Brücke dürfte es allerdings noch dauern.

Sitzt, passt und hat Luft: Die neue Geh- und Radwegbrücke über die A8 bei Pforzheim-West. Sie verbindet den westlichen Klapfenhardt-Wald mit den Ausläufern der Wilferdinger Höhe südlich der Autobahn. Foto: Daniel Streib

Nur Verzögerungen bei der A8? In der „Brücken-Nacht“ von Samstag auf Sonntag lief es sogar besser als im Zeitplan prognostiziert.

Zum Glück für sonntägliche Frühaufsteher: Bereits um kurz nach sechs Uhr konnte die Fahrbahn Richtung Karlsruhe wieder frei gegeben werden. „Ab 6.50 Uhr war dies auch Richtung Stuttgart wieder der Fall“, bestätigt ein Polizeisprecher. Planmäßig sollten die seit Samstag 22 Uhr gesperrten Strecken um 8 Uhr wieder frei sein.

„Die Taktik des Regierungspräsidiums hat sich ausgezahlt“, bilanziert der Sprecher am Sonntagmorgen und zeigt sich sehr zufrieden mit den Umleitungsmaßnahmen. „Es hat keinen Stau gegeben und im Stadtgebiet Pforzheim auch keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen.“ Klar sei ein etwas erhöhtes Verkehrsaufkommen auf den Umleitungsstrecken, beispielsweise in Remchingen registriert worden.

Brücken-Nacht: Damit die Vollsperrung der A8 kein Umleitungschaos auslöst, wird die neue Querung nachts eingebaut. Ein Spezialkran bringt den Koloss aus Stahl und Beton am Sonntag gegen 2 Uhr in Position. Foto: Igor Myroshnichenko

Einbau der Brücke über die A8 in stundenlanger Prozedur

Die vormontierte Stahlbrücke wurde in einer stundenlangen Prozedur von einer Fachfirma mit Autokränen eingehoben. Gegen 3 Uhr lag die Brücke schließlich sauber eingefügt auf ihren vier Lagern.

Die Stahlbrücke wurde seit September auf einem Montageplatz bei Darmsbach zusammengebaut. Zuletzt wurde sie mit Korrosionsschutz versehen, die Geländer montiert und die sogenannten Schwingungstilger eingestellt, so erläuterten die Verantwortlichen.

Noh viel Arbeit: Die Brücke ist noch längst nicht freigegeben. Foto: Daniel Streib

Wann die neue Brücke tatsächlich für Spaziergänger und Radfahrer frei gegeben werden kann, ist noch unklar. Die Arbeiten sind offiziell bis November angesetzt.

Bauherr ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, die „Gemeindestraßenbrücke“ für Radfahrer und Spaziergänger ist gewissermaßen ein Kollateral-Nutzen des sechsstreifigen Ausbaus der A-8-Enztalquerung, oder offiziell: des Ausbaus der „Bundesautobahn zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd“.

Weniger rund läuft es bekanntlich bei der Hauptmaßnahme des Baustellen-Bündels zum Ausbau der Enztalquerung. Der 4,8 Kilometer lange Streckenabschnitt ist einer von noch zwei verbliebenen Abschnitten für den sechsstreifigen Ausbau der gesamten A 8 in Baden-Württemberg.

Unter anderem Planungsprobleme und die Corona-Krise hatten in der Vergangenheit immer wieder zu Verschiebungen der lange erwarten Maßnahme geführt. Pforzheim und seine Nachbarkommunen leiden seit Jahren an dieser Sollbruchstelle des fließendes Verkehrs seit Jahren.

Waldweg noch gesperrt: Die Brücke muss noch fertig montiert werden und ist längts noch nicht freigegeben. Foto: Daniel Streib

Neben dem eigentlichen Ausbau der A 8 sieht die Maßnahme etliche weitere Verkehrsverbesserungen vor, darunter den Ausbau der B 10 im Bereich der Anschlussstelle Pforzheim-Ost, die Reduzierung von Steigung und Gefälles sowie Lärmschutzmaßnahmen.

Und eben auch Brückenbaumaßnahmen: Spektakulärer als die jetzige Aktion war im Juli der Einbau der verbreiterten Gemeindestraßenbrücke über die A8 bei Pforzheim-Eutingen. Damals musste die Autobahn fast 24 Stunden und damit auch tagsüber gesperrt werden.

Unterdessen hofft man im Enzkreis auf eine weitere Brücke: Oberhalb von Mutschelbach könnte laut Regierungspräsidium ab 2022 eine begrünte Ersatzquerung für die dem Ausbau zum Opfer gefallene Nußwegbrücke entstehen .

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